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Rundgang 2026

  • 26. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 27. Jan.



Direkt in den ersten Wochen des Jahres erwartete uns ein Fixpunkt im Wiener Kunstkalender: der jährliche Rundgang der Akademie der bildenden Künste Wien. Institute und Fachbereiche öffneten ihre Ateliertüren und Studios – begleitet von Performances, Diskussionen, Vermittlungsprogrammen und vielen weiteren Formaten. Die Tage der offenen Tür bieten jedes Jahr die Möglichkeit, den universitären Betrieb kennenzulernen und einen unmittelbaren Einblick in die laufenden Arbeitsprozesse der Studierenden zu gewinnen.


Von Donnerstag bis Sonntag öffnete die Akademie ihre Türen. Einmal mehr wurde sichtbar, was diesen Termin so besonders macht: ein jährlicher Einblick in Studios, Klassenräume und Werkstätten, aber auch eine dichte Schau neuer Arbeiten, von denen viele noch im Entstehen begriffen sind. Gerade dadurch wurden die Arbeitsprozesse deutlich und vor allem erlebbar und zugänglich: Skizzen, Fragmente, Prototypen, Experimente und Werke, die noch nicht abgeschlossen sind, aber bereits eine starke Richtung erkennen lassen.




Sujet Rundgang 2026: Esther Vörösmarty


Foto: eSeL.at - Joanna Pianka



In den Räumen begegnete uns eine beeindruckende Bandbreite an Materialien und Ausdrucksformen , von filigranen, fragilen Arbeiten bis hin zu raumgreifenden Setzungen mit starkem körperlichen Gewicht. Besonders in der Zeichenklasse und der Klasse für Druckgrafik zeigte sich eine feine, konzentrierte Präzision: sensible Linien, reduzierte Gesten, Papierarbeiten und experimentelle Drucke, die durch ihre Zurückhaltung oft umso eindringlicher wirkten. Dem gegenüber standen markante Statement Pieces, etwa in der Richter-Klasse im Semperdepot – aber auch in den Klassen der figurativen und konzeptuellen Malerei, wo größere Formate, klare Haltungen und kraftvolle Bildsprachen dominierten.


Gerade diese Gegenüberstellung machte den Rundgang so spannend: Arbeiten, die beinahe flüstern, neben solchen, die den Raum bewusst für sich einnehmen. Insgesamt entstand so eine Schau, die sowohl ganz junge Positionen am Beginn einer künstlerischen Entwicklung sichtbar machte, als auch bereits ausgereifte Werke, die mit großer Selbstverständlichkeit und Konsequenz auftraten.


Nicht zu vergessen sind dabei auch die Ateliers und Präsentationen der Architekturstudierenden sowie die Bühnenbild- und Szenografiearbeiten. Letztere wurden im Semperdepot in der Lehárgasse zu einem echten Highlight: komplexe Modelle, raumbezogene Entwürfe und atmosphärische Setzungen, die zeigten, wie stark hier mit Wahrnehmung, Bewegung und Inszenierung gearbeitet wird.


Der Rundgang macht Kunst damit nicht nur sichtbar, sondern vor allem zugänglich – als offenes Gespräch und als unmittelbares Erleben von Prozessen und Ideen.







Foto: eSeL.at - Joanna Pianka






Foto: eSeL.at - Joanna Pianka









Foto: eSeL.at - Joanna Pianka


Foto: eSeL.at - Joanna Pianka

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