Parallel Vienna 2026
Von 9. bis 13. September 2026 ist ARTCARE erneut auf der PARALLEL VIENNA vertreten. Heuer mit zwei benachbarten Räumen im Pavillon 13 am Otto-Wagner-Areal. Im Gallery Statement zeigen wir Jonathan Pielmeier und Dalmonia Rognean: gefaltete Edelstahlskulpturen, die den Ausstellungsraum planmäßig wieder verlassen, und Fotografien, die dem Alltäglichen so lange nachgehen, bis es fremd wird. Der andere gehört einer Förderstruktur, die seit 2022 sichtbar macht, was an den Akademien in Wien, Linz und München entsteht, und die sich im kommenden Jahrgang deutlich öffnet.

Pavillon 13 / Raum 016
01Dalmonia Rognean 02Jonathan Pielmeier
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Butterlemon, 2022
Pigmentdruck, 30 x 40cm.
Take me on a search beyond form and land, 2022 Pigmentdruck, 40 x 50 cm.
I think I've seen this place before (1), 2023
Pigmentdruck, 40 x 50 cm.
Dalmonia Rognean's Fotografien beginnen dort, wo die Dokumentation üblicherweise aufhört. Ihre Arbeit ist recherchebasiert und bleibt an das Beobachtete gebunden: Orte, Menschen, tatsächlich Vorgefundenes. Im den daraus entstandenen Bildräumen, bestehen mehrere Ebenen nebeneinander und durchdringen sich gegenseitig, sodass sie sich einer linearen Erzählung entziehen. Dass ihre Bilder dabei ins Märchenhafte kippen können, wie in der in Brașov entstandenen Serie Vor einem großen Walde, ist keine Inszenierung: Es liegt im Vorgefundenen.
Dalmonia Rognean, geboren 1993 in Brașov, studierte Theater- und Filmwissenschaft, absolvierte die Fotografie an der Graphischen und studierte ab 2021 Angewandte Fotografie an der Universität für angewandte Kunst Wien. Sie lebt und arbeitet in Wien.
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Entfalten, 2026
Edelstahl, variable Größen.
Fotos: Jonathan Pielmeier
Jeder Flieger entsteht in Handarbeit im Atelier. Im Zentrum steht die Falte als Moment der Transformation. Pielmeier bezeichnet ihn als 0: weder Anfang noch Ende, sondern Scharnier zwischen Herkunft (−x) und Entfaltung (+x). Der Künstler faltet und formt jede Platte mit Körperkraft, ohne die Präzisionswerkzeuge, die der Werkstoff eigentlich verlangt. Eine Geste, die im Papier nur eine Sekunde dauert und im Edestahl Stunden. Die Skulptur arbeite dabei mit einem Minus und einem Plus zugleich: Sie wird kleiner und gleichzeitig größer. Mit jeder Weitergabe verlässt ein Flieger sein ursprüngliches Zentrum, die gebündelte Masse nimmt ab; im Grenzfall bleiben 0 m² Edelstahl zurück. Im selben Maß wächst der Wirkungsraum. Jeder Ortswechsel erweitert den geografischen Horizont, die Flieger treten in neue Beziehungen ein, entwickeln eigene Biografien und hinterlassen Spuren. Und verstreut heißt dabei nicht verschwunden: Jeder weitergegebene Flieger trägt einen GPS-Sender, ein digitales Logbuch hält seine Wege fest.
Unter dem Titel Stahlflieger erhielt das Projekt 2025 eine Anerkennung beim Österreichischen Stahlbaupreis für Studierende. Auf der PARALLEL VIENNA 2026 zeigt der Künstler neben den großformatigen Arbeiten erstmals auch kleinere Varianten.
Jonathan Pielmeier, geboren 1992 in München, studierte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und an der Universität für angewandte Kunst Wien. Er lebt und arbeitet in Wien.
Pavillon 13 Raum 010
01Simacek Award Winner Editions (2021-2026)
02Young Art Auction 2026
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Chiara Bals / Mariella Lehner/ Chin Tsao/ Lisa Sifkovits / Jens Höffken / Kweku Okokroko / Veronika Günther
Im angrenzenden Raum kuratiert ARTCARE gemeinsam mit SIMACEK den Auftritt des SIMACEK ART AWARD. Der Preis geht an Studierende und Absolvent:innen der Akademie der bildenden Künste Wien, der Universität für angewandte Kunst Wien, der Kunstuniversität Linz und der Akademie der Bildenden Künste München - dotiert mit je 4.000 Euro und verbunden mit der Produktion einer exklusiven Grafikedition.
Da der Award im Zweijahresrhythmus vergeben wird, steht 2026 keine neue Ausschreibung an. Der Raum nutzt diese Pause für eine erste Gesamtschau: gezeigt werden die Editionen sämtlicher Preisträger:innen der Jahrgänge 2022, 2023 und 2025. Sechzehn Blätter im Format 50 × 65 cm, von den Künstler:innen selbst entworfen und als Siebdruck oder Digitaldruck in einer Auflage von 20 Exemplaren realisiert.

Ergänzt wird der Raum um Arbeiten von Künstler:innen der diesjährigen Young Art Auction, die am 1. Dezember 2026 im MuseumsQuartier, ARENA21 stattfindet. Das hat einen konkreten Hintergrund: Der Zugang zum SIMACEK ART AWARD lief bislang ausschließlich über Nominierungen der Professor:innen der beteiligten Akademien. Künftig kommen Positionen aus der Auswahl der Young Art Auction hinzu. Der Award erweitert damit seinen Radius über den akademischen Rahmen hinaus und wird durchlässiger für Werdegänge, die nicht über eine Klasse an einer der vier Akademien führen.
mit Werken von
Katharina Biser, Sebastian Quast, Carlotta Valente,
Nikola Milojcevic.




