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DOUBLE

MORE SPACE FOR ART

June 27 - August 21, 2026

with works by
Erwin Bohatsch, Katharina Grosse, Simon Iurino, Amoako Boafo Ed., Stefan Kaluza, Peter Kogler, Rudolf Polanszky, Jeff Koons, Tom Wesselmann, Adrian Schiess, Markus Muntean, Julian Jankovic, Nikola Milojcevic, Kweku Okokroko, Sebastian Quast, Louise Deininger, Anna Francesca Rüstig, Alex Ruthner, Paria Shahrestani, Jakob Veigar Sigurdsson, Carlotta Valente, uvm.

For years, the rooms at the rear of Rechte Bahngasse have been a place where artworks are catalogued and digitised: measured, photographed, examined and entered into our own database. Each work leaves a counterpart behind, its data record. Thousands have passed through these rooms, and more keep arriving. This storage and digitisation space has now been renovated and turned into a second exhibition room.

Across both showrooms, DOUBLE presents an international selection, established contemporary positions alongside the work of emerging artists based in Vienna. The means on display are correspondingly broad. Some paintings give themselves over entirely to colour and gesture, others hold their motif in deliberate blur. Historic photographic processes, blueprint, heliogravure, analogue prints, return materiality to the image. Discarded material, whether industrial metal, plastic or organic matter, is brought into new form through hammering, welding, pressing or exposure to light. And again and again the work turns on holding fast, on myth and memory and the body, drawn or cast in plaster and stone.

Some of the works shown come from private Austrian collections that were likewise digitised and archived here. A number of the pieces now hanging on the wall, in other words, once passed through this very room as a data record.

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ERWIN
BOHATSCH

Leere weiße Leinwand

ERWIN BOHATSCH
*
1951 in Mürzzuschlag, AT

Lange bevor er zur Abstraktion fand, malte Bohatsch erdfarbene, zeichenhafte Figuren und wurde in den 1980er-Jahren den Neuen Wilden zugerechnet. Ende des Jahrzehnts jedoch wandte er sich von jeder Erzählung ab. Seither kreist sein Werk in fast monochromen Gemälden um sich selbst: Er trägt Farbbahnen auf, versiegelt Schichten und überzieht sie mit Schleiern, bis Farbe und Licht zum eigentlichen Thema werden. 

Er studierte in Graz und an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo er von 2005 bis 2020 die Klasse für abstrakte Malerei leitete. Er gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der abstrakten Malerei in Österreich.

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RUDOLF
POLANSZKY

Leere weiße Leinwand

RUDOLF POLANSZKY
*
1951 in Wien, AT

Spiegelfolie, Acrylglas, Aluminium, Silikon und Harz: Rudolf Polanszky baut seine Skulpturen aus dem, was andere wegwerfen. Im Zentrum seines Werks stehen die hypertransformen Skulpturen, die er auch als Hyperformen und hyperbolische Räume bezeichnet, fragile und vielfach gefaltete Gebilde, die das Licht brechen und sich jeder festen Form entziehen. Was er ad hoc Synthese nennt, verbindet künstlerisches Kalkül mit dem Eigensinn des Materials und übersetzt seine Vorstellungen von Transformation und Nicht-Linearität in den Raum.

Polanszky kam aus dem Umfeld des Wiener Aktionismus und entwickelte seit den 1970er-Jahren eine Praxis aus Zufall und Wiederverwendung.

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JAKOB VEIGAR
SIGURDSSON

Leere weiße Leinwand

JAKOB VEIGAR SIGURDSSON
*
1975 in Hveragerði, Island

Veigars Malerei kreist um Überleben, Verlust und Wiederaufstieg, gespeist aus der rauen Natur Islands und aus eigenen Brüchen. In vielschichtigen, farbintensiven Bildern lässt Veigar Wasser, Gras und Fels fast hörbar werden; Musik, Fluss und Architektur fließen als Inspiration ein, manchmal erweitert um Lichtprojektion und Performance.

2016 schloss er sein Studium an der Iceland University of the Arts ab und lebt und arbeitet heute in Wien. Zu seinen jüngeren Arbeiten zählen die auf handgewebten Leinwänden gemalte Ausstellung May Your Hand Not Hurt und die 24-stündige Ausdauerperformance Burning Bridges unter der verlassenen Brücke Skeiðarárbrú in Island.

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MARKUS
MUNTEAN

Leere weiße Leinwand

MARKUS MUNTEAN
*
1962 in Graz, AT

Lethargisch wirkende Jugendliche, dazu eine Zeile Text, die sich der Szene nur lose zuordnet: Das Werk von Muntean/Rosenblum lebt von dieser bewussten Mehrdeutigkeit, die Muntean selbst „precise ambiguity" nennt.

Seit 1992 bildet er mit Adi Rosenblum dieses Künstlerpaar, dessen großformatige Gemälde Posen aus Mode- und Lifestyle-Magazinen mit Vorbildern der Renaissance verschränken. Schon Munteans frühe Solowerke der späten 1980er-Jahre, etwa eine Badezimmerszene von 1989, luden das Gewöhnliche mit kunsthistorischem Pathos auf. Die Arbeiten des Duos waren unter anderem in der Tate Britain und der Wiener Secession zu sehen und befinden sich in Sammlungen wie dem MoMA und der Albertina.

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JEFF

KOONS

Leere weiße Leinwand

JEFF KOONS
*1955 in York, Pensylvania

Kaum ein Werk der Gegenwartskunst ist so bekannt wie Jeff Koons' Balloon Dog, ein Luftballon aus poliertem Edelstahl. Seine Celebration-Serie übersetzt die Ballontiere der Kindheit in spiegelnde, monumentale Skulpturen, in denen sich Umraum und Betrachter wiederfinden. Doch Koons ist mehr als seine Ballons: Schon mit Serien wie The New und Equilibrium erklärte er Konsumartikel zur Kunst. 1955 in York, Pennsylvania, geboren und vor dem Durchbruch als Rohstoffhändler tätig, lässt er seine Werke wie einst Andy Warhol in einem großen Studio ausführen. Umstritten zwischen Kitsch und Genie, zählt er zu den teuersten lebenden Künstlern: Sein Rabbit erzielte 2019 rund 91 Millionen Dollar.

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KATHARINA
GROSSE

Leere weiße Leinwand

KATHARINA GROSSE
*
1961 in Freiburg im Breisgau, DE

Farbe verlässt bei Katharina Grosse die Leinwand. Seit 1998 arbeitet die Malerin vorwiegend mit der Spritzpistole und überzieht Wände, Böden, Decken, Objekte und ganze Architekturen, bis Räume zu begehbaren Farbwelten werden; Erde, Schutt und Stoffe werden ebenso zum Bildträger wie das klassische Tafelbild. So entsteht eine raumgreifende, oft ephemere Malerei, die die Betrachtenden nicht davorstellt, sondern hineinführt.

Sie studierte in Münster und Düsseldorf, unter anderem bei Gotthard Graubner, und lehrte später in Berlin-Weißensee und Düsseldorf. Ihre Arbeiten waren auf den Biennalen von Venedig und Helsinki sowie zuletzt auf der Art Basel und in den Deichtorhallen Hamburg zu sehen.

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SEBASTIAN
QUAST

Leere weiße Leinwand

SEBASTIAN QUAST
*
1997 in München, DE

Quasts Arbeiten bestehen aus Wendepailletten, deren Bild sich durch Berührung verändert. Durch das Streichen über die Oberfläche erscheint ein anderes Motiv; das Bild bleibt nicht statisch, sondern verändert sich fortlaufend durch Bewegung und Interaktion.

Diese instabile Bildoberfläche steht zentral in Quasts künstlerischer Praxis, die häufig mit textilen und bereits vorhandenen Materialien arbeitet und Fragen nach Oberfläche, Wahrnehmung und Bildproduktion untersucht.

Sebastian Quast studierte bei Peter Kogler an der Akademie der Bildenden Künste München, wo er 2025 sein Studium abschloss und Meisterschüler wurde. Er ist Träger des Offspace-Preises der Stadt München und wurde 2023 für den Simacek Art Award nominiert.

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CARLOTTA
VALENTE

Leere weiße Leinwand

CARLOTTA VALENTE
*1992 in Rom, IT

Für Carlotta Valente ist das fotografische Bild kein flüchtiges Abbild, sondern Objekt, Materie und Technologie. Mit historischen und analogen Verfahren wie der Silbersalzfotografie untersucht sie das Verhältnis von Bild, Zeit und Verwandlung. Jede Arbeit entsteht aus dem Zusammenspiel von Licht, Material und Zeit und trägt die Spuren ihrer eigenen Herstellung, chemische Reaktionen und Oxidationen, sichtbar in sich. So erscheint die Fotografie als Raum von Erinnerung und Metamorphose. 1992 in Rom geboren, studierte sie an der Scuola Romana di Fotografia e Cinema und lebt und arbeitet in Rom. Ihre Arbeiten waren unter anderem im Palazzo Barberini und beim Rotlicht Festival in Wien zu sehen.

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NIKOLA
MILOJCEVIC 

Leere weiße Leinwand

NIKOLA MILOJCEVIC 

*1997 in Kraljevo, Serbien

Milojcevic arbeitet mit dem, was er vorfindet. Neben Fotoobjekten auf Basis analoger Fotografie entstand in den letzten Jahren ein dichtes Konvolut von Metallobjekten, für die er bestehende, bereits fertige Gegenstände abwandelt und in neue Zusammenhänge überführt. So bewegt sich seine Arbeit zwischen Fotografie und Skulptur und macht das Material wie seine Herkunft zum Thema. 1997 in Kraljevo, Serbien, geboren, ist Milojcevic in Wien tätig und war unter anderem im Skulpturenpark der Parallel Vienna vertreten.

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ALEX
RUTHNER

Leere weiße Leinwand

ALEX RUTHNER
*1982 in Wien, AT

„Ich möchte gedankliche Gärten schöpfen", sagt Alexander Ruthner über seine Malerei, „man darf mit Recht in meinen Bildern wandeln, keine Assoziationen sind verboten." Seine Bilder changieren von farbenfrohen, floralen Mustern bis zu leuchtenden Gruppenmotiven und verbinden eine spürbare malerische Power mit der scharfsinnigen Beobachtung des Weltgeschehens. Geprägt sind sie von eigenwilligen Blickwinkeln und einer schnellen, gestischen Technik. Mit klaren Gesten formuliert Ruthner, was er denkt, ohne dem Betrachter etwas vorzuschreiben: Die Sprache seiner Malerei, so sagt er mit einer gewissen Skepsis, solle verständlich sein und sich gut anfühlen.
 

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PADHI
FRIEBERGER

Leere weiße Leinwand

PADHI FRIEBERGER 
1931 in Niederösterreich, AT - 2016 in WIen

Kaum jemand entzog sich dem Kunstbetrieb so konsequent wie Padhi Frieberger. „Kunst ist Angriff" lautete sein Leitspruch, und als großer Außenseiter der österreichischen Avantgarde verweigerte er sich radikal dem Kunstmarkt; zeitweise lebte er auf dem unbeheizten Schloss Hagenberg, das zum Treffpunkt der Wiener Gruppe wurde. Sein Werk lässt sich kaum einordnen: Objekte und Collagen aus Gerümpel, Malerei, Mail Art und inszenierte Fotografien, Letztere, ohne je eine eigene Kamera besessen zu haben. Daneben war er Jazzmusiker. Damit nahm er Behaviour und Concept Art vorweg und gilt als einer der ersten Künstlerfotografen Österreichs. Sein Werk fand erst spät Anerkennung; sein Nachlass liegt heute im Belvedere, in der Albertina und in den Landessammlungen Niederösterreich.

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AMOAKO 
BOAFO ED.

Leere weiße Leinwand

AMOAKO BOAFO
*
1984 in Accra, Ghana

Boafo malt mit den Fingern. Die Haut seiner Figuren trägt er direkt mit der Hand auf, sodass jeder Fingerabdruck im Bild sichtbar bleibt. Vor einfarbigem Grund porträtiert er Schwarze Menschen mit einer Würde, die ebenso in der Wiener Moderne wie in der Feier Schwarzer Identität verwurzelt ist.  Er studierte in Ghana und an der Akademie der bildenden Künste Wien und gründete in Accra die Künstlerresidenz dot.ateliers.

SSeine Werke befinden sich im Guggenheim, im LACMA und in der Albertina; 2024 zeigte das Belvedere die Ausstellung Proper Love, 2026 folgt seine erste Einzelausstellung in Italien im Museo di Palazzo Grimani in Venedig.

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PARIA
SHAHRESTANI

Leere weiße Leinwand

PARIA SHAHRESTANI
*
2001 in Teheran, Iran

Zeichnen und Malen waren für Paria Shahrestani von Kindheit an eine Sprache. Märchen und Geschichten prägten ihre Vorstellungswelt und wurden mit der Zeit zu Welten, die sie durchschreitet, um ihr Licht und ihre Dunkelheit in Bilder zu übersetzen. Sie arbeitet auf transparentem, mehrlagigem Papier, dessen übereinanderliegende Schichten ihren Figuren Tiefe geben und das Verborgene durchscheinen lassen.

2001 in Teheran geboren, lebt sie zwischen zwei Kontinenten, eine Erfahrung, die ihren Blick verändert hat und ihre Arbeit zwischen Gegensätzen wie Sicherheit und Risiko ansiedelt. Derzeit studiert sie in der Klasse für Zeichnen bei Veronika Dirnhofer an der Akademie der bildenden Künste Wien.

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JULIAN
JANKOVIC

Leere weiße Leinwand

JULIAN JANKOVIC
*
1992 in Wien, AT

Aus zehntausenden Plastik-Drehverschlüssen wird bei Jankovic eine Skulptur, aus mehreren Lagen Luftpolsterfolie ein Bild. Der Wiener Künstler arbeitet mit Industrie-werkstoffen und Kunststoffabfall und überführt sie in Wandobjekte und Skulpturen. Im Zentrum steht für ihn das prozesshafte Arbeiten, das zu nicht steuerbaren Ergebnissen führt und Raum für Interpretation lässt; . Jankovic kommt von der Werkstofftechnik: Er absolvierte eine Ausbildung zum Kunststofftechniker am TGM, studierte Sportwissenschaften und fand über die Fotografie zur bildenden Kunst. 

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TOM
WESSELMANN

Leere weiße Leinwand

TOM WESSELMANN
1931 in Cincinnati, USA -  2002

Ein weiblicher Akt, eine amerikanische Flagge, ein Stück Werbewelt: In den Great American Nudes brachte Tom Wesselmann ab 1961 die Bildsprache der Konsumgesellschaft in flächigen, leuchtenden Farben auf die Leinwand. Neben Warhol und Lichtenstein wurde er so zu einer der prägenden Figuren der Pop Art, getrieben von dem Ziel, die figurative Malerei ebenso aufregend zu machen wie die Abstraktion.

An der Cooper Union in New York ausgebildet, arbeitete er über die Genres von Akt, Stillleben und Landschaft hinweg und übertrug seine Zeichnungen ab 1983 in laser-geschnittenes Stahl und Aluminium, die Steel Drawings. Seine Werke befinden sich im MoMA, im Centre Pompidou und im Museum Ludwig.

KATHARINA
GROSSE

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KWEKU
OKOKROKO

Leere weiße Leinwand

KWEKU OKOKROKO
*
1999 in Accra, Ghana

Tiere als Lehrmeister: In vielen afrikanischen Kulturen gelten sie als Verkörperungen von Tugenden, Wissen und Prinzipien, von denen die Menschheit gelernt hat und weiter lernt. Genau hier setzt Kweku Okokrokos Serie Mboadoma (seit 2022) an, deren Titel im Akan Twi zugleich „verschiedene Tiere" und „verschiedene Helfer" bedeutet; seine Malerei übersetzt diese mythologische Überlieferung in eine reduzierte, emblematische Bildsprache.

Seine Arbeiten verbinden Literatur, Malerei und performative Erfahrung zu einer Einheit, in der Sprache, Form und Atmosphäre gleichwertige Ausdrucksmittel sind. In Ghana geboren, lebt er in Wien und studiert in der Klasse von Veronika Dirnhofer an der Akademie der bildenden Künste Wien. 2025 wurde er mit dem Simacek Award ausgezeichnet, 

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ANNA FRANCESCA

RÜSTIG 

Leere weiße Leinwand

ANNA FRANCESCA RÜSTIG
*1991 

Ein Gesicht, ein Arm, eine Hand: In ihren Reliefs begreift Rüstig den menschlichen Körper als Träger von Emotion und Erinnerung. Ihre fragmentierten Körperbilder erfassen Zärtlichkeit und Ruhe ebenso wie Brutalität, Zweifel und innere Brüche. Zwischen Nähe und Distanz öffnen sie dem Betrachter Räume für emotionale Resonanz.

Ausgehend von der klassischen Figur entwickelt sie eine zeitgenössische Form, in der Fragmentierung und Oberfläche eine zentrale Rolle spielen. Materialien wie Gips, Aluminium und Stein setzt sie bewusst ein, um fragile Zustände in eine körperliche, dauerhafte Form zu überführen.. Sie studierte an der Bauhaus-Universität Weimar und absolvierte eine Ausbildung an der Berufsfachschule für Steinbearbeitung in Laas, Südtirol.

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LOUISE
DEININGER

Leere weiße Leinwand

LOUISE DEININGER
*Uganda/Kenia

Für Deininger ist Kunst zugleich Ausdruck und Instrument der Veränderung. Die multidisziplinäre Konzeptkünstlerin, in Uganda geboren und in Kenia aufgewachsen, verarbeitet organische Materialien wie Elefantendung, Kaurimuscheln, Baumrinde und ostafrikanische Kanga-Textilien zu taktilen, farbenfrohen Leinwandarbeiten.

Ihre symbolische Bildsprache verknüpft universelle Fragen mit sehr spezifischen kulturellen Narrativen und fordert in spontanen Gesten gewohnte Sichtweisen heraus.

Sie lebte in London, kam 2007 nach Wien und studierte an der Akademie der bildenden Künste.

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SIMON
IURINO

Leere weiße Leinwand

SIMON IURINO
*
1986 in Bozen, IT

Mit einem Verfahren, mit dem einst Architekten ihre Pläne kopierten, arbeitet Simon Iurino bis heute: Die Cyanotypie hält auf Papier und Leinwand Strukturen, Faltungen und die Spuren ihrer eigenen Entstehung fest, bis das Bildträgermaterial selbst zum Thema wird.

Daneben entwickelt er raumgreifende Installationen, die das Verhältnis von Objekt, Skulptur und Architektur befragen, oft aus industriell gefertigten Materialien. 
Er studierte Kunstgeschichte sowie Bildhauerei in Urbino, an der Central Saint Martins London und an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Meisterklasse von Heimo Zobernig. 2020 erhielt er den Bildrecht Young Artist Award der Parallel Vienna, 2024 ein österreichisches Staatsstipendium. 

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AMOAKO
BOAFO

Leere weiße Leinwand

AMOAKO BOAFO
*1984 in Accra, Ghana

Boafo malt mit den Fingern. Die Haut seiner Figuren trägt er direkt mit der Hand auf, sodass jeder Fingerabdruck im Bild sichtbar bleibt; vor einfarbigem Grund porträtiert er Schwarze Menschen mit einer Würde, die ebenso in der Wiener Moderne wie in der Feier Schwarzer Identität verwurzelt ist.

Er studierte in Ghana und an der Akademie der bildenden Künste Wien und gründete in Accra die Künstlerresidenz dot.ateliers. Seine Werke befinden sich im Guggenheim, im LACMA und in der Albertina; 2024 zeigte das Belvedere die Ausstellung Proper Love, 2026 folgt seine erste Einzelausstellung in Italien im Museo di Palazzo Grimani in Venedig.

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ADRIAN
SCHIESS

Leere weiße Leinwand

ADRIAN SCHIESS
*1959 in Zürich, CH

Was wie eine glänzende Fläche wirkt, ist bei Adrian Schiess ein Bild, das sich unablässig verändert. Seine monochromen, glatt lackierten Tafeln liegen flach am Boden oder lehnen an der Wand, und auf ihren Oberflächen spiegeln sich Licht, Architektur und Bewegung, sodass jedes Werk mit Standpunkt und Tageszeit ein anderes wird. Die Farbe lässt er von einem Autolackierer aufsprühen und nimmt die persönliche Handschrift bewusst zurück. Zunächst als Grafiker ausgebildet, entwickelte er diese Flachen Arbeiten ab 1987 und bewegt sich damit an der Schnittstelle von Minimal Art und monochromer Malerei. Er nahm an der Biennale Venedig (1990) und der documenta IX (1992) teil; Einzelausstellungen richteten ihm das Kunstmuseum St. Gallen und das Kunsthaus Bregenz aus.

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THOMAS
VAVA

Leere weiße Leinwand

THOMAS VAVA
*1959 in Kalongo, Uganda

Aus dem Nachkriegsnorden Ugandas kommend, will Vava mit Kunst überwinden, was der Krieg hinterlassen hat, und Menschen über Grenzen hinweg verbinden. In Gulu entstanden eindringliche Porträts, etwa von Mahatma Gandhi, Nelson Mandela und dem ugandischen Arzt Matthew Lukwiya, daneben eine Umweltkunst, für die er während des Lockdowns Plastikflaschen und Müll von den Straßen der Stadt sammelte und verarbeitete. Gefördert durch die GYCO Academy in Gulu, nahm er an der Young Art Auction in Wien teil, gewann internationale Sammler:innen und wurde schließlich an der Akademie der bildenden Künste Wien aufgenommen. So spannt sein Werk einen Bogen vom Norden Ugandas in die Wiener Kunstszene, getragen von einem feinen Gespür für den Ausdruck des Menschen.

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STEPHAN
KALUZA

Leere weiße Leinwand

STEPHAN KALUZA
*1964 in Bad Irburg,DE

Acht Monate lang ging Stephan Kaluza den Rhein entlang und fotografierte im Minutentakt das gegenüberliegende Ufer; rund 35.000 Aufnahmen fügte er anschließend zu einem einzigen, lückenlosen Bild des gesamten Stroms. Dieser konzeptuelle Zugang prägt auch seine Malerei: Seine großformatigen, fotorealistischen Landschaften wirken friedlich, zeigen aber häufig ehemalige Schlachtfelder oder Schauplätze der Geschichte, die trügerische Idylle ist Programm. Kaluza studierte Fotografie, Kunstgeschichte und Philosophie und arbeitet zugleich als Schriftsteller. Vergleichbar mit dem Rhein verfuhr er mit der Themse und der Berliner Mauer. 

office@artcare.at

Rechte Bahngasse 30-32

1030 Vienna

Austria

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