Limited
Editions
High-quality prints offer an accessible entry point into collecting contemporary art, without compromising on quality or artistic integrity.
ARTCARE’s editions program brings together works by established contemporary artists with positions by emerging talents, including the award-winning editions of the Simacek Award, produced as high-quality screen or digital prints.
A

Raimund Abraham
Raimund Abraham (*1933 in Lienz, Österreich) war ein österreichischer Architekt, der für seine visionären Entwürfe bekannt war. Er studierte von 1952 bis 1958 an der Technischen Universität Graz und gründete 1959 ein eigenes Studio in Wien. 1964 emigrierte er in die USA, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 2010 tätig war. Abrahams Werk umfasst sowohl theoretische als auch realisierte Projekte. Sein bekanntestes Bauwerk ist das Österreichische Kulturforum in New York, das 2002 eröffnet wurde. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt, unter anderem im Moderna Museet in Stockholm, im Centre Pompidou in Paris und auf der Biennale di Venezia. Neben seiner architektonischen Praxis war Abraham auch als Pädagoge tätig und lehrte an verschiedenen Institutionen in Europa und den USA. Seine Publikation "Elementare Architektur" von 1965 gilt als einflussreiches Werk in der Architekturtheorie.

Iris Andraschek
Die österreichische Künstlerin Iris Andraschek beschäftigt sich in ihrem Werk intensiv mit alltäglichen und sozialpolitischen Themen. Ihre Arbeiten thematisieren immer wieder die Beziehung zwischen Mensch und Natur, alternative Lebensentwürfe und die Suche nach gerechteren Formen des Zusammenlebens. Kommunikation und Dialog spielen eine zentrale Rolle in ihrem recherchierenden Schaffensprozess, der häufig persönliche Erfahrungen und Geschichten der Menschen in den Mittelpunkt rückt. Iris Andraschek, geboren 1963 in Horn, studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien sowie an der Freskoschule in Bozen. Ihr vielseitiges Werk wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, darunter der Österreichische Kunstpreis für bildende Kunst.

Christian L. Attersee
Christian Ludwig Attersee wurde 1940 in Pressburg geboren und wuchs in Österreich auf. Seinen Künstlernamen leitete er vom Attersee ab, wo er einen großen Teil seines Lebens verbrachte. Bevor er sich der Kunst zuwandte, war Attersee erfolgreicher Regattasegler und nahm an internationalen Wettbewerben teil. Ab den 1970er-Jahren trat er verstärkt als Maler in Erscheinung. Seine Werke zeichnen sich durch intensive Farbigkeit und eine expressive Bildsprache aus. Inhaltlich beschäftigen sie sich häufig mit Landschaft, Körper, Natur und Bewegung. Der Attersee selbst ist ein wiederkehrendes Motiv in seinem Werk. Attersee arbeitet nicht nur mit Malerei, sondern auch mit Skulpturen und Objekten. Er wird der zeitgenössischen österreichischen Kunstszene zugerechnet. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Er lebt und arbeitet in Österreich.
B

Chiara Bals
Chiara Bals, 1996 geboren und im Bregenzerwald aufgewachsen, lebt und arbeitet in Wien. Die Spur ist ein wichtiger Bestandteil ihres Werks - sie lebt vom Zufall und scheint beiläufig und unabsichtlich zu passieren, und kann sich dennoch einprägen. In Ihren Skulpturen sowie Wandobjekten herrscht stets eine Art von Ruhe und Ordnung. Ihre Objekte leben von der Nähe zur Betrachterin / zum Betrachter und erzählen dann träumerisch und spielerisch Geschichten, die untermalt werden von ihren Gedichten oder Titeln.

Cosima von Bonin
Cosima von Bonin (*1962 in Mombasa) zählt zu den einflussreichsten Künstlerinnen Deutschlands aus der Post-Kippenberger-Generation. Sie greift, wie ihr berühmter Vorgänger, auf Strategien der Hyperproduktivität, Provokation und Ironie gegenüber künstlerischen und ideologischen Konventionen, wie dem Feminismus, zurück. Bekannt wurde sie durch Kooperationen mit anderen Künstler:innen, und erweitert so die Rolle der Künstlerin zur Produzentin, Kuratorin und Kritikerin. Seit den 1990er Jahren beleuchtet sie die Spannungen zwischen Formen, Kommunikationsmitteln und Kunstvermarktung, wobei Kataloge und Texte selbst zu kreativen Medien werden, um bürgerlichen Kunstgeschmack und Objektfetischismus zu hinterfragen.
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Herbert Brandl
Herbert Brandl (1959–2025) zählt zu den zentralen Positionen der österreichischen Malerei seit den 1980er-Jahren. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Abstraktion und landschaftlicher Andeutung. Farbe, Geste und Materialität bilden bei ihm ein autonomes Spannungsfeld, in dem Wahrnehmung und Emotion gleichberechtigt sind. Brandl interessierte weniger das Motiv als die physische Erfahrung des Malens selbst. Großformatige Leinwände, dichte Farbschichten und eruptive Bewegungen prägen seine Bildsprache. Immer wieder tauchen Berge, Nebel, Horizonte auf – als Verdichtung von Natur, nicht als Darstellung. Neben der Malerei entstanden auch Druckgrafiken und Skulpturen. Seine Werke wurden international ausgestellt, unter anderem auf der documenta IX und der Biennale di Venezia. Brandl lehrte an der Kunstakademie Düsseldorf und prägte Generationen junger Künstler:innen. Sein Werk steht für eine radikale, sinnliche Erneuerung der Malerei im 21. Jahrhundert.

Gilbert Bretterbauer
1957 in Wien geboren, studierte Gilbert Bretterbauer an der Universität für angewandte Kunst Wien und begann dort seine Lehrtätigkeit. Seit 2011 ist er als Professor für Textildesign an der Linzer Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung tätig. Bretterbauer, der in Wien ansässig ist, spezialisiert sich auf Rauminstallationen sowie auf die Gestaltung von Textilien und Tapisserien. Er ist bekannt für seine Kreationen von Teppichen, Beleuchtungsobjekten und Möbeln, wobei er häufig mit Architekten zusammenarbeitet, um textile Elemente in architektonischen Räumen zu integrieren.
C

Lu Cheng
Lu Cheng (*1996 in China) studierte Industriedesign in Shanghai, bevor Sie 2017 Ihr Studium der Freien Kunst an der Akademie der Bildenden Künste zuerst bei Prof. Dieter Rehm, und nun bei Prof. Peter Kogler begann. In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sich Lu Cheng mit verschiedenen Formen des Wachstums biomorpher Formen auseinander. Durch ihre intensive Beschäftigung mit verschiedenen Materialien entstehen installative und skulpturale Objekte. Diese sind keine Repräsentation natürlicher Organismen, sondern pseudonatürliche Objekte, die durch einen langen handwerklichen Prozess entstehen, indem die Künstlerin aus ihrer spielerischen Auseinandersetzung mit dem Material, eine eigene Beziehung zu dem Objekt und seiner Umwelt aufbaut.

Hiu Tung Ching
The essential components that functioning the structure of my pieces are the manufacturing (metal/plastic/…) parts that could be found easily in Baumarkt of Germany. These components or ready-made products and their self-functionalization effects carried out a strong sense of low-key mechanism and seems to be ready to flow automatically in the so-called production line of industry. However, it is an illusion, a real illusion. The dynamic flow graphics a surreal prospect in psyche only, the physical reality is that the manufacturing parts functionalise the aesthetic aspect of the piece without any industrial functions that general does.
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Dejanov & Heger
Swetlana Heger (*1968, Nové Město na Moravě) und Plamen Dejanov (*1970, Weliko Tarnowo) arbeiteten von 1994 bis 2000 als Künstlerduo in Wien. Beide studierten an der Universität für angewandte Kunst Wien; Heger ergänzte ihr Studium in Tokio, Dejanov setzte seine Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste Wien fort. International bekannt wurden sie durch konzeptuelle Installationen und Projekte, in denen ökonomische Strategien und Sponsoringmodelle Teil des Werks wurden – etwa bei der Serie Quite Normal Luxury, wo Design- und Luxusobjekte wie ein BMW Roadster in den Kunstkontext integriert wurden. Ihre Arbeiten waren bei zahlreichen Biennalen und in Institutionen wie dem MAK Wien, der Berlin Biennale oder dem Grazer Kunstverein zu sehen.
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Julius Deutschbauer
Julius Deutschbauer, geboren 1961 in Klagenfurt, Österreich, ist ein vielseitiger Künstler, Performer und Autor, der in Wien lebt und arbeitet. Seit 1997 betreibt er die "Bibliothek ungelesener Bücher", ein fortlaufendes Projekt, das ungelesene Werke sammelt und präsentiert. Deutschbauer ist bekannt für seine Plakatkunst, Performances und Filme, die oft humorvoll und kritisch gesellschaftliche Themen reflektieren. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen und Aufführungen präsentiert. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit war er von 2000 bis 2007 Mitglied des "Vorstands der IG Bildende Kunst" und engagiert sich in verschiedenen kulturellen Initiativen.

Tacita Dean
Tacita Dean, geboren 1965 in Canterbury, England, ist eine britische Künstlerin, bekannt für ihre Arbeiten mit Film. Nach ihrem Studium an der Falmouth University und der Slade School of Fine Art lebt und arbeitet sie heute in Berlin und Los Angeles. Dean verwendet analoge Filmformate wie 16mm und 35mm, um Themen wie Zeit und Vergänglichkeit zu erkunden. Neben Filmen umfasst ihr Werk auch Zeichnungen, Fotografien und Installationen. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine ruhige, meditative Qualität aus. 1998 wurde sie für den Turner Prize nominiert, 2006 erhielt sie den Hugo Boss Prize. Ihre Werke sind international ausgestellt, unter anderem im Guggenheim Museum in New York und der Pinault Collection in Paris.
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Irma Eberl
Irma Eberl (*1953 am Starnberger See, Deutschland) ist eine österreichische Malerin und Zeichnerin mit langjährigem Bezug zur Wiener Kunstszene. Ihr Studium absolvierte sie 1978–1984 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, unter anderem bei den Professoren Max Weiler und Arnulf Rainer. Im Jahr 1983 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern der bedeutenden Wiener Künstlergruppe REM (Rapid Eye Movement), die bis 1990 aktiv war. Die Gruppe legte großen Wert auf Gestaltung von Ausstellungseinladungen und Grafikkonzepten und erregte große Aufmerksamkeit bei Publikum und Kritik. Innerhalb dieser Gruppe war Irma Eberl an zahlreichen Ausstellungsprojekten beteiligt, wie z. B. „Malerei und Zeichnung“ (Galerie REM, 1984), „Permanentausstellung“ (1987) sowie weiteren Ausstellungen in Wien, Linz und Linz/Brüssel.

David Ebmer
David Ebmer, Geboren 1971 Steyr, Oberösterreich/Austria. Studium an der Hochschule für Angewandte Kunst Wien. Lebt und arbeitet in Wien. Ausstellungen (Auswahl): Galerie Edition Stalzer, Wien; Projektraum Viktor Bucher, Wien/Austria; Portfolio Kunst AG, Wien/Austria; Galerie Station 3, Wien/Austria; Cafe Stein - Stein's Diner, Wien/Austria; Galerie Bleich-Rossi, Graz, Steiermark/Austria; Galerie Freund / Wind, Wien/Austria Palast zu Hohenems, Hohenems, Vorarlberg/Austria; Galerie Freund / Wind, Wien/Austria; Galerie Hohenlohe & Kalb, Wien/Austria; Galerie Jahn, Landshut, Germany.
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Malachi Farrell
Malachi Farrell ist ein irisch-französischer Künstler, der in der Pariser Vorstadt Malakoff lebt und arbeitet. Seit seiner Ankunft in Frankreich ist er stark von der Punk- und Industriekultur beeinflusst, was sich in der Theatralik seiner Werke widerspiegelt. Farrells Arbeiten zeichnen sich durch hohe emotionale Intensität aus und regen die Betrachter:innen dazu an, sich mit gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Er studierte an verschiedenen Kunstakademien, darunter der École régionale des beaux-arts in Rouen und die Rijksakademie in Amsterdam. Farrell ist besonders für seine Installationen bekannt, die oft mechanische und elektronische Elemente beinhalten. Diese „elektro-mechanischen Choreografien“ thematisieren Gewalt, Umweltzerstörung und soziale Missstände und fordern das Publikum heraus, sich mit diesen Problemen auseinanderzusetzen. Farrell hat seine Werke in renommierten Institutionen weltweit ausgestellt, darunter in Paris und Bordeaux, und seine Arbeiten sind Teil öffentlicher Sammlungen in verschiedenen Ländern.
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Seamus Farrell
Seamus Farrell ist ein irisch-französischer Künstler, der in Frankreich lebt und arbeitet. Er ist der Bruder des bekannten Künstlers Malachi Farrell. Wie sein Bruder ist auch Seamus Farrell in seiner Kunst tief in Themen wie Identität, Erinnerung und der Wechselwirkung zwischen Kunst und Gesellschaft verwurzelt. Sein Werk umfasst verschiedene Medien, darunter Skulptur, Malerei und Installation. Farrell ist bekannt für seine Auseinandersetzung mit der Transformation von Raum und Objekt, wobei er häufig traditionelle und moderne Techniken kombiniert. Seine Installationen fordern die Wahrnehmung des Betrachters heraus und regen zu einer intensiven Reflexion über gesellschaftliche und kulturelle Themen an. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen präsentiert, und er hat sich einen Namen gemacht, indem er seine irische Herkunft mit innovativen künstlerischen Ausdrucksformen verbindet.

Richard Fleissner
Richard Fleissner (*1960 in München) lebt und arbeitet in Wien. Nach einer Assistenz bei Mario und Marisa Merz (1981–1982) studierte er an der Hochschule für Angewandte Kunst und anschließend an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Bruno Gironcoli. Fleissners Werk umfasst Malerei, Zeichnung, Skulptur und Objektkunst. Er verwendet häufig Materialien wie Holz, Leder und Metall, die er zu Assemblagen und Installationen verarbeitet. In seinen Arbeiten thematisiert er die Transformation von Alltagsgegenständen und reflektiert über Konsumkultur und Vergänglichkeit. Seine Werke wurden in renommierten Institutionen ausgestellt, darunter die Wiener Secession (1991), der steirische herbst (1992), das Museum of Modern Art in New York (1994) und die Neue Galerie Graz (2001).

Pia Fries
Pia Fries, geboren 1955 in Beromünster, Schweiz. Sie ist in Düsseldorf und München ansässig. Sie studierte von 1977 bis 1980 Bildhauerei an der Hochschule für Kunst und Gestaltung in Luzern unter Anton Egloff und von 1980 bis 1986 Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf, wo sie Meisterschülerin von Gerhard Richter war. Sie lehrte als Dozentin für Malerei in Luzern (1984-1998) und hatte Lehraufträge an der Kunstakademie Düsseldorf (1998-2000) sowie Gastprofessuren an der Staatlichen Akademie der Künste in Karlsruhe / Freiburg i. Br. (2000-2001) und der Universität der Künste, Berlin (2007-2014). Seit 2014 ist sie Professorin an der Akademie der bildenden Künste in München.
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Elisabeth Grübl
Elisabeth Grübl, geboren 1961 in Tamsweg. Lebt und arbeitet in Wien. Die Arbeiten umfassen Installationen im Innen- und Außenraum, Video-, Laser- und Soundarbeiten, Computeranimationen, interaktive Installationen, kontextbezogene Arbeiten, Konzepte, Fotos und Objekte. Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, bei Prof. Bruno Gironcoli. Postgraduatestudium an der Akademie der Bildenden Künste in Helsinki, Media Department bei Lauri Antila und Oliver Whitehead. Längere Auslandsaufenthalte und Ausstellungen in New York, London, Helsinki, Hamburg, Frankfurt, Paris, Rom, Budapest, Prag, Luxemburg, Bratislava, Budweis, Shanghai, Chengdu, Chongqing, Alghero, Havanna und Moskau. In Österreich unter anderen Ausstellungen in der Secession Wien, MUSA Wien, Künstlerhaus Wien, MAK Wien, Kunstraum Innsbruck, Künstlerhaus Palais Thurn & Taxis, Bregenz, Kunsthalle Krems, Salzburger Kunstverein, Traklhaus Salzburg, Maerz Künstler- und Künstlerinnenvereinigung Linz, Museum der Moderne Salzburg.

Franz Graf
Franz Graf, 1954 in Tulln geboren, lebt und arbeitet in Wien. Er studierte an der Universität für angewandte Kunst bei Oswald Oberhuber und erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den Österreichischen Kunstpreis (2010). Graf ist bekannt für seine Arbeiten in Zeichnung, Malerei, Skulptur und Installation, die oft Text und Sprache integrieren.

Arina Grinevich
Arina Grinevich (*2002, Minsk, Belarus) ist eine bildende Künstlerin, die in den Bereichen Malerei, Performance und Installation arbeitet. Ihre künstlerische Praxis ist tief mit ihrer Biografie verwoben: Nach der politischen Repression in Belarus floh sie 2020 nach Russland, wo sie am British Higher School of Art and Design in Moskau das Foundation Year absolvierte. 2022 setzte sie ihr Studium in Österreich fort und ist derzeit Diplomstudentin im Fach Experimentelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz. In ihrer Arbeit beschäftigt sich Grinevich mit Themen wie Migration, Zugehörigkeit, Erinnerung und Identität. Ihr Langzeitprojekt Kalykhanka basiert auf der malerischen Verarbeitung ihrer Träume – ein poetisches Archiv des Unbewussten, in dem intime Innenwelten in atmosphärische Bildräume übersetzt werden.

Veronika Günther
Analog dem Bewusstseinsstrom in der Literatur tauchen in den Zeichnungen von Veronika Günther Bilder aus dem täglichen Leben ebenso auf wie Motive aus Literatur, Film und anderen Massenmedien, Erinnerungen und Traumfetzen. Persönliches und öffentliches Material verschränken sich zu einer assoziativen Erzählung mit filmischem Charakter. Dabei zeichnet sie hauptsächlich aus der Erinnerung, wodurch die Motive automatisch auf das Wesentliche reduziert werden. Material und Geschwindigkeit erlauben keine Korrekturen, die so entstehenden Verzerrungen in Perspektive und Anatomie bringen ein unkalkulierbares Element von visuellem Humor und Poesie in die dargestellten Szenen. Die teils ins Groteske spielenden Bilder kreisen vorwiegend um das Verhältnis zwischen den Geschlechtern, Erscheinungsformen von Männlichkeit, sowie Zufall, Verlust und Tod. Über 8.000 größtenteils kleinformatige Zeichnungen sind bisher entstanden, die immer wieder auch in Form von Künstlerbüchern, Filmen, sowie auf Instagram publiziert werden. Veronika Günther lebt und arbeitet in München.
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Jens Höffken
In meinen Arbeiten treffen große Geschichten auf originelle Beobachtungen im Kleinen. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf historischen, politischen und geographischen Themen, die ich mit subtilem Humor in Miniaturen und Anekdoten auf unerwartete Aspekte reduziere. Meine zwei hauptsächlichen Medien sind Textobjekte und Kurzfilme. Die Textobjekte sehe ich als eine ins Dreidimensionale weitergedachte Form der "konkreten Poesie". Das Objekt und die darauf transportierte Geschichte werden eins. Die essayistischen Kurzfilme verwenden stilisierte Erzählformen, die nostalgisch anmuten, aber ebenfalls lustvoll das Band zwischen großen Geschichten und dem kleinen zeitgenössischen Blickwinkel thematisierten. Meine Arbeiten sind Verteidiger der Nostalgie mit modernem Blick. Und Verteidiger des modernen Blicks mit nostalgischen Mitteln.

Britta Huttenlocher
Das Werk, das Huttenlocher seit den frühen 1990er Jahren geschaffen hat, umfasst neben Gemälden und Aquarellen auch Zeichnungen, Radierungen und ursprünglich auch Fotomontagen. Während die schneebedeckten Berglandschaften, die diesen frühen Montagen zugrunde liegen, in ihrem späteren Werk nicht mehr im wörtlichen Sinne vorkommen, sind Landschaftsstrukturen wie Hänge, Hügel, abfallende Linien und Abschnitte, die sich entweder vom Betrachter ab- oder ihm zuwenden, zentrale Elemente in ihrem gesamten Werk.

Ika Huber
Ika Huber (*1953 in Freiburg) ist eine deutsche Malerin, die an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Peter Dreher und Georg Baselitz studierte. Seit 1980 lebt und arbeitet sie in Freiburg und München. Ihre Werke zeichnen sich durch leuchtende Farben und geschwungene Linien aus, die oft pflanzliche oder architektonische Formen andeuten. Hubers Malerei bewegt sich zwischen Abstraktion und Figuration und thematisiert das Zusammenspiel von Oberfläche und Tiefe. Sie stellte international aus, unter anderem im Stedelijk Museum Amsterdam und im Haags Gemeentemuseum.
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Mascha Illich
Die immer wiederkehrenden Themen meiner Arbeiten sind die vielfältigen Aspekte der Identitätssuche und -konstruktion, beim Versuch, den Anforderungen der modernen Gesellschaft an die Berufliche Verwirklichung, die geschlechtliche Positionierung, die soziale und kulturelle Integration, gerecht zu werden. Meine osteuropäische Herkunft kommt durch die Faszination an der rohen Urbanität zum Tragen und spiegelt sich zunehmend in der Wahl der bildhauerischen Materialien Metall und Beton. Die architektonischen Eindrücke, die Rohheit und Nachlässigkeit des sovietischen Bauens inspirieren meine unruhige, intuitive, sprunghafte Arbeitsweise. Die Diszipliniertheit und Rationalität der westlichen Kultur verlangen nach einer strengeren Selbstkritik und Zurückhaltung. Die Mischung aus den unterschiedlichen beruflichen und kulturellen Einflüssen prägt entscheidend meine künstlerische Arbeit.
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Peter Kogler
Peter Kogler zählt zu den wichtigsten österreichischen Künstlern der Gegenwart und ist bekannt für seine großformatigen Installationen und digitalen Kunstwerke. Seine Arbeiten zeichnen sich durch wiederkehrende, hypnotische Muster und graphische Designs aus, die oft Räume und Wände einnehmen und transformieren. Kogler nutzt dabei moderne Technologien und digitale Medien, um eindrucksvolle visuelle Erlebnisse zu schaffen. In seinen berühmten Ameisen-Serien setzt er sich mit Themen wie Vernetzung und kollektives Verhalten auseinander. Er hinterfragt dabei die Beziehung zwischen Individuum und Masse und visualisiert komplexe, organische Netzwerke.

Josef Kern
Josef Kern, geboren 1953 in Schiefer (Steiermark), studierte von 1972 bis 1979 an der Akademie der bildenden Künste in Wien und lebt und arbeitet heute in der österreichischen Hauptstadt. In den 1980er-Jahren wurde er der Bewegung der "Neuen Wilden" zugeordnet. In seinem künstlerischen Schaffen widmet sich Kern seit vielen Jahren sowohl der Darstellung von Menschen als auch der Darstellung von Blumen. Seine großformatigen Blüten und Blätter wirken wie ein überbordendes Herbarium der heimischen Flora und wachsen farbenprächtig und üppig über die Bildränder hinaus. Immer wieder durchziehen thematische und formale Brüche sein Werk, doch die figurative Ausrichtung bleibt ein beharrliches und leidenschaftliches Merkmal seiner Kunst. Josef Kern interessiert sich besonders für das Lebendige und Wandlungsfähige – mit bewusst gesetzten erotischen Anspielungen. Seine Werke entziehen sich dabei einfachen Interpretationen oder eindeutigen Kategorien. Die eigentümlichen Figuren, die Kern aus Lindenholz schnitzt, teils versilbert und als Reliefs gestaltet, sind so facettenreich wie seine erzählerische Fantasie.

Johanna Kandl
Johanna Kandl, geboren 1954 in Wien, lebt und arbeitet in Wien und Berlin. Sie studierte Restaurierung und Technik in Wien sowie Malerei bei Wolfgang Hollegha an der Akademie der Bildenden Künste, daneben auch in Belgrad. Seit 1997 arbeitet sie regelmäßig mit ihrem Partner Helmut Kandl zusammen. Von 2005 bis 2013 lehrte sie als Professorin für Malerei an der Universität für angewandte Kunst Wien. Kandls Werk verbindet Malerei, Video und dokumentarische Recherche: Oft greift sie fotografische Motive auf und setzt sie als Bildzitate in Beziehung zu sozial-wirtschaftlichen Themen. In ihren Arbeiten reflektiert sie den Übergang nach 1989 im östlichen Europa, untersucht materielle Herkunft und globale Verflechtungen. Ihre Ausdrucksform legt Spannung zwischen ästhetischer Klarheit und politischer Sensibilität frei.

Jakob Krinzinger
Das Nichts-Tun und die Frage, ob es das überhaupt geben kann, ist eine immer wiederkehrende Thematik in meiner künstlerischen Arbeit. Meiner Beobachtung nach, wird das Nichts sehr oft verwechselt mit den Dingen, die keine vordergründigen Bedeutungen, Verwendungen oder keine Sinnhaftigkeit haben. Diese alltäglichen einfachen Elemente (sowohl Objekte als auch Tätigkeiten) haben auf mich eine spezielle Anziehungskraft. Ausgangspunkt in den Arbeiten waren immer Grundbedürfnisse und tägliche Rituale. Das Umformulieren oder Neustrukturieren und Verbinden natürlicher, organischer und synthetischer Materialien, stellt für mich eine künstlerische Arbeitsweise dar, in der ich Spannungsverhältnisse offen legen und sinnbildlich meine Beziehung zwischen Mensch und Natur beschreiben kann.

Nanna Kaiser
Nanna Kaiser (*1991) lebt momentan in der Nähe von Wien, wo sie in einem Haus neben der Autobahn arbeitet. Sie studiert an der Akademie der bildenden Künste in Wien im Fachbereichen Zeichnung (bei Prof. Veronika Dirnhofer). Aufbauend auf dem feministischen Werk ihrer Vorgängerinnen,den Künstlerinnen Heidi Bucher und Eva Hesse, spricht Nanna Kaiser in ihrer prozessorientierten Malerei über ihre rurale Herkunft, Geschlechterrollen und andere kulturelle und soziale Grenzen zwischen Land und Stadt. Bereits die Materialbeschaffung versteht Kaiser als Aktion. Die ersten Formen ihrer Arbeiten entstehen durch das - wie sie es nennt - jagen, häuten und abdrucken. Hier beginnt ihre Aneignungsstrategie sprachlich wie auch physisch. Sie eignet sich alltägliche Narrative aus einer Männer dominierten Gesellschaftsstruktur an und zwingt diese durch den versöhnlichen Akt des Kunst Machens in neue Formen. Die angelernte akademische Perspektive wird dabei als weiterer Blickwinkel in das Spektrum aufgenommen und vermischt sich mit der praktischen. Es entsteht eine Sprache des widerständigen Handwerks.
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Mariella Lehner
Mariella Lehner ist eine bildende Künstlerin, die sich in ihrer Arbeit mit Zeichnung, Malerei, Druckgrafik und Skulptur auseinandersetzt. Im Mittelpunkt ihrer Werke steht die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt, die sie nutzt, um Themen wie Feminismus, Umweltfragen oder globale Konflikte und Solidarität aufzugreifen. Ihre Werke kombinieren eine ungewöhnliche, fast traumartige Bildsprache mit Titeln, die auf ihre oft politischen Hintergründe hinweisen. So lädt sie die Betrachter dazu ein, sich mit der Komplexität gesellschaftlicher Themen auseinanderzusetzen und die eigenen Einstellungen und Widersprüche zu den angesprochenen Problemen kritisch zu hinterfragen.

Daniel Libeskind
Daniel Libeskind, geboren 1946 in Łódź, Polen, ist ein polnisch-amerikanischer Architekt, der für seine innovativen und emotional ausdrucksstarken Entwürfe bekannt ist. Als Teenager emigrierte er mit seiner Familie in die USA und ließ sich in der Bronx, New York, nieder. Ursprünglich studierte er Musik, bevor er sich der Architektur zuwandte. 1989 gründete Libeskind in Berlin das Studio Daniel Libeskind, nachdem er den Wettbewerb für das Jüdische Museum Berlin gewonnen hatte. Seine Arbeiten sind oft dem Dekonstruktivismus zuzuordnen und zeichnen sich durch fragmentierte und verzerrte Formen aus. Zu seinen bekanntesten Projekten zählen das Jüdische Museum Berlin, das Imperial War Museum North in Manchester und das One World Trade Center in New York City. Libeskinds Entwürfe integrieren häufig historische und kulturelle Bezüge und zielen darauf ab, tiefere emotionale Reaktionen hervorzurufen.

Luisa Lambri
Luisa Lambri (geboren 1969 in Como, Italien) lebt und arbeitet derzeit in Mailand. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt - u.a. bei der Biennale Venedig (Architektur 2010 und 2004, Kunst 2003 und 1999), in der Tate Modern in London und im Museum of Contemporary Art Chicago. Luisa Lambris scheinbar flüchtige Fotografien stehen in deutlichem Gegensatz zur etablierten Praxis der Architekturfotografie, die sich traditionell auf die Außenansicht von Gebäuden konzentriert. Sie reist um die Welt, um architektonische Innenräume zu fotografieren, und verbringt oft längere Zeit damit, die Gebäude zu erleben, bevor sie mit den Aufnahmen beginnt. Sie fotografiert Architektur, Privathäuser, öffentliche Gebäude, wobei sie sich auf den Blick von innen nach außen konzentriert und so eine physische und konzeptionelle Position für sich und den Betrachter einnimmt. Diese fein gearbeiteten Bilder spannen einen Bogen zwischen objektiven Darstellungen des Raums und Lambris Wahrnehmungen und den Gefühlen und Reaktionen des Betrachters.
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Jan Merta
Jan Merta, geboren 1952 in Šumperk (Tschechien), lebt und arbeitet in Prag und České Lhotice. Seine Gemälde bewegen sich an der Schnittstelle zwischen figurativer Darstellung und abstrakter Malerei. Dabei verwendet er eine stark reduzierte Formsprache, um das Wesentliche des gewählten Themas oder Motivs herauszuarbeiten. Geprägt von seiner Studienzeit an der Akademie der bildenden Künste in Prag in den 1980er-Jahren, ist das Streben nach der Essenz ein zentraler Aspekt seines künstlerischen Ansatzes. Häufig setzen sich Mertas Werke mit Machtstrukturen auseinander. Ihre Ausdruckskraft liegt in der Andeutung konkreter Themen, die von überflüssigen Elementen befreit sind und in abstrahierter Form verschiedene narrative Ebenen eröffnen. Die präzise gewählten Titel seiner Werke schaffen klare Bezüge, lassen zugleich jedoch Raum für vielfältige Interpretationen.
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Michel Majerus
Michel Majerus, geboren 1967 in Esch-sur-Alzette, Luxemburg, war ein Künstler, der Malerei mit digitalen Medien kombinierte. Nach seinem Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (1986–1992) zog er nach Berlin, wo er bis zu seinem frühen Tod 2002 lebte und arbeitete. Majerus' Werk verbindet Pop-Art und Minimalismus. Seine großformatigen Gemälde zeichnen sich durch leuchtende Farben sowie Bilder und Texte aus Comics und Werbung aus. Er nutzte das Sampling popkultureller Quellen, um dynamische Kompositionen zu schaffen, die die visuelle Kultur seiner Zeit reflektierten. 1996 hatte er eine Einzelausstellung in der Kunsthalle Basel, und auf der Biennale von Venedig 1999 gestaltete er eine Wandmalerei für die Fassade des Hauptpavillons. Seine größte Arbeit, eine 400 Quadratmeter große Skateboard-Rampe, entstand 2000 für den Kölnischen Kunstverein. Trotz seines kurzen Lebens hinterließ Majerus ein einflussreiches Werk, das die Kunstwelt bis heute prägt.

Chorong Moon
In meinen Skulpturen geht es um physische Bewegung, körperliche Wahrnehmung und die Wechselwirkung zwischen beiden, wie wir sie im täglichen Leben erleben. Uberall um uns herum wirken verschiedene Kräfte und Bewegungen - Schwerkraft, Rotation, Wellen, Resonanz - unsichtbar, aber spürbar. Ich beobachte und dokumentiere deren Bahnen, erfasse den Moment der Veränderung und +bersetze ihn in Form. Die Arbeiten entstehen aus einer ästhetischen Entscheidung, die das Interesse an physikalischen Phänomenen und Sinneserfahrungen weckt. Jede Skulptur beginnt auf einer einzigen Fläche und entwickelt sich zu einem einheitlichen Körp-er. Ein kleines Modell aus flachen Materialien wie Papier, Draht oder Klebeband wird geschnitten, gewebt, gebogen, zerrissen, geklebt, gepresst und neu zusammengesetzt. So entstehen eine räumliche Präsenz und taktile Bewegung, die über die ursprüngliche Flachheit hinausgeht. Während die Basis aus architektonischen Materialien wie Metallstangen, Drahtgittern, Holzleisten oder Netzen errichtet wird, besteht die endgültige Form aus flexiblen, verformbaren Materialien wie Gips, Stoff, Filz oder Gummi - Materialien. die sich leicht von Hand bearbeiten lassen.
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Eric Owen Moss
Eric Owen Moss ist ein US-amerikanischer Architekt, der für seine experimentelle und oft unkonventionelle Architektur bekannt ist. In seinen Arbeiten untersucht er neue räumliche Konzepte und hinterfragt traditionelle Bauformen. Seine Projekte zeichnen sich durch komplexe Strukturen, ungewöhnliche Geometrien und einen innovativen Umgang mit Materialien aus. Dabei verbindet er funktionale Anforderungen mit skulpturalen und visionären Ansätzen.
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Markus Oehlen
Marcus Oehlen (*1955 in Krefeld, Deutschland) gehört zu den wichtigen Vertretern der deutschen Gegenwartskunst und entwickelte seit den 1980er-Jahren eine eigenständige Position zwischen Malerei, Musik und experimentellen Medien. Er studierte von 1976 bis 1981 an der Kunstakademie Düsseldorf und war Teil des Umfelds der sogenannten „Neuen Wilden“, einer Generation von Künstlern, die mit expressiver Malerei und neuen Bildsprachen auf die Konzeptkunst der 1970er-Jahre reagierten. Oehlen arbeitet mit Malerei, Collage, Fotografie, Druckgrafik und digitalen Medien und verbindet häufig abstrakte Strukturen mit grafischen Elementen, Textfragmenten oder technischen Bildformen. Seine Werke zeichnen sich durch eine experimentelle Bildsprache aus, die analoge und digitale Verfahren miteinander verknüpft. Neben seiner bildnerischen Arbeit ist Oehlen auch als Musiker und Komponist elektronischer Musik tätig, was sich in vielen seiner Arbeiten in rhythmischen oder strukturellen Kompositionen widerspiegelt. Seit den 1980er-Jahren stellte er international aus, unter anderem im Museum Ludwig in Köln, im Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (MUMOK), im Kunstmuseum Bonn, im Kunstverein Hamburg sowie in zahlreichen Galerien und Institutionen in Europa und den USA. Marcus Oehlen lebt und arbeitet heute in Köln.
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Kweku Okokroko
Kweku Okokroko ist Maler und Schriftsteller. Geboren 1999 in Accra, Ghana, lebt und arbeitet er derzeit in Wien, Österreich. Seine künstlerische Praxis lässt sich als eine Verbindung verschiedener Kunstformen beschreiben, die gleichzeitig Vielfalt und Einheit schafft. Seine Arbeit umfasst eine Symbiose aus Literatur und bildender Kunst: Durch eine Sprache aus Text, Absätzen, Linien und Strophen, begleitet von visuellen Reizen von Form und Figur, erkundet er die Welt um sich herum und vermittelt seine Interpretation davon. Ein breites Spektrum an Themen prägt seine Arbeiten, darunter Natur, Tradition, Kultur, Identität, Tugend, Moral und Religion.
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Michelangelo Pistoletto
Michelangelo Pistoletto ist ein italienischer Künstler. Er wurde 1933 in Biella geboren und lebt und arbeitet in Italien. Seine künstlerische Praxis ist eng mit der Bewegung der Arte Povera verbunden. In seinen Arbeiten verwendet er häufig einfache Materialien und verbindet Kunst mit gesellschaftlichen und sozialen Fragestellungen. Besonders bekannt sind seine Spiegelbilder, in denen Betrachter:innen Teil des Kunstwerks werden und so die Beziehung zwischen Kunst und Realität thematisiert wird.
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Tal R
*1967 in Tel Aviv, Israel bekannt unter seinem Künstlernamen Tal R, ist ein dänischer Künstler. Er lebt und arbeitet vorwiegend in Kopenhagen. Tal R studierte von 1986 bis 1988 an der Kopenhagener Billedskolen. Danach begann er 1994 ein Studium an der Dänischen Königlichen Akademie der Bildenden Künste, das er im Jahr 2000 beendete. 2003 hatte er eine Gastprofessur an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. 2005 unterrichtete Tal R an der Kunstakademie Düsseldorf eine Meisterklasse für Malerei. Seine Werke waren in verschiedenen Gruppenausstellungen sowie in Einzelausstellungen in Dänemark, den USA, Deutschland, Israel und Großbritannien zu sehen. Tal R arbeitete u. a. zusammen mit Jonathan Meese und Daniel Richter. Neben Kaspar Kaum Bonnén, Kirstine Roepstorff und John Kørner ist Tal R Mitglied des Künstlerkollektivs Kørners Kontor.

Tobias Rehberger
Tobias Rehberger, 1966 in Esslingen geboren, zählt zu den herausragenden zeitgenössischen Künstlern Deutschlands. Er ist bekannt für seine multimediale Herangehensweise, die Malerei, Skulptur, Design, Grafik und Architektur integriert. Rehberger schafft ein breites Spektrum an Werken, darunter Skulpturen, Installationen und Gemälde, die sich mit Themen wie optischer Täuschung und Identität auseinandersetzen. Der Prozess der Kunstschaffung steht oft im Zentrum seiner Arbeiten. 2009 wurde er für die Gestaltung einer Café-Bar auf der Biennale di Venezia mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Sein Projekt „24 Stops“, das seit 2016 den Vitra Campus und die Fondation Beyeler verbindet, gilt als ein Höhepunkt seiner Karriere.
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Gerwald Rockenschaub
Gerwald Rockenschaub (*9. Mai 1952 in Linz AT) ist ein international renommierter bildender Künstler, Musiker und DJ. Er studierte zunächst Geschichte, Psychologie und Philosophie an der Universität Wien und setzte seine Ausbildung danach an der Hochschule für angewandte Kunst Wien bei Herbert Tasquil in der Meisterklasse für Gestaltungslehre bis 1982 fort. Ab den frühen 1980er-Jahren begann Rockenschaub seine künstlerische Laufbahn als Vertreter der Neo-Geo-Malerei, einer Kunstrichtung, die Minimal Art mit Pop-Kultur verbindet. In den späten 1980er-Jahren wandte er sich zugunsten von Installationen, Skulpturen und Animationen von der Malerei ab. Seine Werke entstehen häufig am Computer, werden industriell gefertigt (z. B. Plexiglas, PVC, Farbfolien, Alucore) und sind geprägt durch radikale Reduktion, analytisches Denken und klare Formen.

Dalmonia Rognean
Dalmonia Rognean (*1993 in Brașov, Rumänien) ist Künstlerin und Fotografin mit einem Hintergrund in Theater- und Filmwissenschaften. Ihre Praxis ist forschungsbasiert und entwickelt sich visuell in einer metaphysischen, bisweilen magisch anmutenden Bildsprache, ohne dabei den Bezug zu einer empirischen Grundlage zu verlieren. Anstelle linearer Erzählweisen entwirft Rognean visuelle Räume der Möglichkeiten. Ihre Arbeiten sind in der Sprache des Realen verankert und erweitern diese zugleich, hin zu Bildwelten, in denen verschiedene narrative Ebenen miteinander koexistieren und sich durchdringen.
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Adrian Schiess
Adrian Schiess, geboren am 3. August 1959 in Zürich, ist ein Schweizer Maler und Installationskünstler. Nach seiner Ausbildung als Grafiker (1976–1980) erhielt er früh zahlreiche Auszeichnungen. Schiess verbindet Minimal Art und monochrome Malerei, wobei seine Werke die Grenzen der Bildfläche sprengen und durch Spiegelungen der Umgebung farbintensive Installationen schaffen. Typisch sind flache, glatt lackierte Farbflächen auf Span- oder Aluminiumplatten, die oft frei im Raum positioniert werden. Seit den 1990er Jahren lässt er die Farben technisch präzise auftragen. Neben Malerei entstanden auch fotografische Arbeiten. 1992 nahm er an der documenta IX in Kassel teil und entwickelte 1996 das Farbkonzept für das Sportzentrum Davos. Schiess lebt und arbeitet in Mouans-Sartoux, Frankreich.

Lisa Sifkovits
Lisa Sifkovits ( geb. 1993 ) lebt und arbeitet in Wien. Seit 2018 studiert sie in der Klasse für Skulptur und Raum an der Universität für angewandte Kunst. In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sich Lisa Sifkovits mit den von der Gesellschaft geschaffenen Normen und Regelwerken, sowie den damit einhergehenden Zwängen auseinander. Hierbei bedient sie sich einer kindlichen Formensprache, in der textilen Komponenten oder Holzkonstruktionen eine tragende Rolle spielen. Ihre Arbeiten besitzen eine inhärente Fragilität, die durch raue und robuste Elemente unterstützt wird.

Valentino Skarwan
Valentino Skarwan (*1998 in Wien, AT) arbeitet an der Schnittstelle von Performance, Skulptur, Installation, Video und Fotografie. Aufgewachsen in Guatemala und Wien, bewegen sie sich zwischen unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Kontexten, was sich auch in der künstlerischen Praxis widerspiegelt: Identität, Zugehörigkeit und Körperlichkeit werden als offene, prozessuale Kategorien verstanden. Skarwan erschafft Räume, in denen neue Formen des Miteinanders entstehen können: fluide Orte zwischen Sichtbarkeit und Auflösung, Nähe und Fremdheit. Inspiriert von indigenen Kosmologien Guatemalas, Mythen und zeitgenössischen Erzählstrukturen, hinterfragt die künstlerische Arbeit normative Vorstellungen vom Körper und seiner Einbettung in soziale und ökologische Gefüge. Dabei wird das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt nicht als starre Grenze, sondern als durchlässiges Netz verhandelt.
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Clemens Stöttinger
Simple Ideen reizen mich sehr. Es erfüllt mich mit Stolz, wenn es mir gelingt, das offensichtlichste zu tun und trotzdem die möglichst größte Überraschung dabei zu erzeugen. Das Banale ist wunderschön. Wie wenn man sich, plötzlich über Vogelgezwitscher freut, weil man drauf hingewiesen wird. Ein gutes Rätsel hat eine einfache Antwort Der Witz liegt darin, dass innerlich totales Erstaunen entsteht wenn nach dem Namen der bahnbrechenden großen komplizierten hoch technischen Erfindung fragt, mit der es erstmals der Menschheit gelang durch Wände hindurchzuschauen und man verschämt sich nicht antworten traut, weil man sich nicht für technisch versiert genug hält. Die Antwort überrascht aber dann trotzdem. Tatsächlich handelt es sich auch um eine bahnbrechende große komplizierte Erfindung.

Beatrix Sunkovsky
Beatrix Sunkovsky (*1951 in Innsbruck) ist eine österreichische Künstlerin, die an der Akademie der Bildenden Künste Wien studierte. Sie lehrte fast 40 Jahre an der Universität für Angewandte Kunst (Wien) und ist seit 1994 Mitglied der Wiener Secession. Ihr Werk umfasst Malerei, Fotografie, Performance und Buchkunst. Bekannt ist sie auch durch Projekte mit Alfons Egger wie das „Counter-City-Hotel“. Ihre Bücher, etwa Die Schachtel oder Celnef & Nefcel, verbinden Kunst mit Poesie. Sie lebt in Wien.
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Leonid Tishkov
Leonid Tishkov ist ein russischer Künstler, geboren 1953 im Ural (Nischni Tagil). Er arbeitet interdisziplinär, vor allem in den Bereichen Zeichnung, Installation, Fotografie und Künstlerbuch. Ursprünglich als Arzt ausgebildet, wandte er sich später vollständig der Kunst zu. Bekannt ist er besonders für sein Langzeitprojekt „Private Moon“, bei dem eine leuchtende Mondsichel als Objekt in verschiedenen Landschaften und Alltagssituationen fotografisch inszeniert wird. Dieses Werk verbindet Poesie, Mythologie und persönliche Erzählung.

Chin Tsao
Chin Tsao, geboren 1989 in Taipei, Taiwan, lebt und arbeitet in Wien. Sie absolvierte ihr MFA-Studium in "TransArts" an der Universität für angewandte Kunst Wien und studierte auch unter Prof. Tobias Rehberger an der Städelschule in Frankfurt. Tsao ist eine multidisziplinäre Künstlerin, die Skulpturen, Installationen, Musik, Performance und neue Medien umfasst. Ihr Diplomprojekt "The Land of Promise" wurde 2021 mit dem Preis der Kunsthalle Wien ausgezeichnet und setzt sich mit der digitalisierten Kulturgeschwindigkeit auseinander, indem sie persönliche Erzählungen zur Neugestaltung der Techno-Realität nutzt. Ihre Skulpturen erforschen die Neudeutung historischer Ästhetik, um die Bedeutung materieller Realität und kultureller Erinnerung zu verändern. Tsao stellte ihre Werke unter anderem in der Nevven Gallery (SE), Galería Katakomby (CZ), auf der Viennacontemporary Art Fair 2020 (AT) und Parallel Vienna 2019 (AT) aus.
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Juan Uslé
Juan Uslé, geboren 1954 in Santander, Spanien, ist ein zeitgenössischer Maler, der zwischen Abstraktion und figurativer Darstellung arbeitet. WIKIPEDIA Er studierte von 1973 bis 1977 an der Escuela Superior de Bellas Artes in Valencia. L.A. LOUVER GALLERY HOME PAGE 1987 zog er nach New York City und pendelt seitdem zwischen dort und Saro in Kantabrien, Spanien. WIKIPEDIA Uslé ist bekannt für seine lebendigen Gemälde und Arbeiten auf Papier, die den Betrachter durch fesselnde rhythmische Muster ansprechen. GALERIE LELONG Seine Werke sind geprägt von komplexen Anordnungen abstrakter Formen, die zwischen wiederholenden Pinselstrichen und rhizomartigen Strukturen schwanken. ARTNET Im Jahr 2002 wurde ihm der Premio Nacional de Artes Plásticas, ein nationaler Kunstpreis des spanischen Kulturministeriums, verliehen. WIKIPEDIA Seine Arbeiten sind in öffentlichen Sammlungen weltweit vertreten, darunter das Museum of Fine Arts in Boston, das Centre Pompidou in Paris und die Tate Modern in London
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Hans Weigand
Hans Weigand, *1954 in Hall in Tirol, 1978-1983 Studium an der Hochschule für angewandte Kunst bei Oswald Oberhuber und Berlin. Sein Werk wird seit 1978 in internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen in Galerien und Museen gezeigt wie u.a.1998 Museum Abteiberg, Mönchengladbach, 1999 MAK-Schindler House, Los Angeles, 2001 Gabriele Senn Galerie, Wien; Secession, Wien, 2002 Sammlung Hauser und Wirth, St. Gallen; Museum Ludwig, Köln, 2008 Museum der Moderne Salzburg, 2015 21er Haus, Wien, 2022 Albertina, Wien. Von der digital generierten Malerei über die Fotografie und Grafik bis zur Skulptur, von der Rauminstallation über Video, Film bis zur Musik ist Weigands Werk grundsätzlich interdisziplinär und multimedial bestimmt. Zahlreiche Kooperationen u.a. mit Heimo Zobernig und Raymond Pettibon ergänzen Weigands genreübergreifenden Werkbegriff.

Lebbeus Woods
Lebbeus Woods war ein US-amerikanischer Architekt und Künstler. Er wurde 1940 geboren und starb 2012. Seine Arbeit zeichnet sich durch visionäre und oft radikale Entwürfe aus, die sich mit Architektur in Extremsituationen beschäftigen, etwa in Bezug auf Krieg, Zerstörung oder gesellschaftliche Umbrüche. Woods entwickelte vor allem theoretische Projekte und Zeichnungen, in denen er Architektur als experimentelles und kritisches Werkzeug versteht. Dabei stehen weniger realisierte Bauten als vielmehr Ideen, Prozesse und alternative Raumkonzepte im Mittelpunkt.
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Aija Zarina
Aija Zariņa, geboren 1954, ist eine lettische Künstlerin, die seit den 1980er-Jahren durch ihre Arbeiten in den Bereichen Malerei, Objektkunst, Installationen, Land-Art und Bühnenbildgestaltung bekannt ist. Nach ihrem Abschluss an der Lettischen Kunstakademie 1982 hat sie über 20 Einzelausstellungen organisiert und an mehr als 100 Gruppenausstellungen in Lettland und international teilgenommen. Ihre Werke zeichnen sich durch ihren individuellen Stil und oft humorvolle Auseinandersetzungen mit Kunstgeschichte aus. Neben ihrer künstlerischen Arbeit hat sie Bühnenbilder für vier Inszenierungen am Neuen Rigaer Theater gestaltet. Aija Zariņa gilt als bemerkenswerte Persönlichkeit der lettischen Kunstszene, die trotz anfänglicher Skepsis gegenüber ihrer unkonventionellen Herangehensweise zu einer zentralen Figur wurde.











































