SIMACEK
ART AWARD
WINNERS 2022

Hiu Tung Ching
Lisa Sifkovits
Mascha Illich
Chin Tsao
Jakob Krinzinger
Jens Höffken
Mariella Lehner
Veronika Günther
JURY
Veronika Dirnhofer, Anna Jermolaewa, Hans Schabus, Peter Kogler, Ursula Simacek, Raimund Deininger
AWARD-VERLEIHUNG
Mittwoch, 15. Februar 2023 - MAK - Museum für Angewandte Kunst Wien

MASCHA
ILLICH
Die immer wiederkehrenden Themen meiner Arbeiten sind die vielfältigen Aspekte der Identitätssuche und -konstruktion, beim Versuch, den Anforderungen der modernen Gesellschaft an die Berufliche Verwirklichung, die geschlechtliche Positionierung, die soziale und kulturelle Integration, gerecht zu werden. Meine osteuropäische Herkunft kommt durch die Faszination an der rohen Urbanität zum Tragen und spiegelt sich zunehmend in der Wahl der bildhauerischen Materialien Metall und Beton. Die architektonischen Eindrücke, die Rohheit und Nachlässigkeit des sovietischen Bauens inspirieren meine unruhige, intuitive, sprunghafte Arbeitsweise. Die Diszipliniertheit und Rationalität der westlichen Kultur verlangen nach einer strengeren Selbstkritik und Zurückhaltung. Die Mischung aus den unterschiedlichen beruflichen und kulturellen Einflüssen prägt entscheidend meine künstlerische Arbeit.
- Mascha Illich (*1978, in Kiew, Ukraine)
nominiert von Anna Jermolaewa
Image courtesy © Mascha Illich


CHIN
TSAO
Chin Tsao , 曹晶 (*1989, Taipei, Taiwan) ist eine Künstlerin, deren Praxis Skulptur, Installation, Musik, Performance und neue Medien umfasst. Sie absolvierte ihr MFA-Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien.
Ihre Diplomarbeit The Land of Promise wurde 2021 mit dem Preis der Kunsthalle Wien ausgezeichnet. Das Projekt setzt sich mit einer hochgradig digitalisierten Kultur auseinander, wobei sie ihre persönliche Erzählung als künstlerisches Mittel einsetzt, um technoide Realitäten neu zu konstruieren. In ihrer skulpturalen Arbeit untersucht sie die Möglichkeit, historische Ästhetiken neu zu interpretieren und dadurch Bedeutungen von materieller Realität und kulturellem Gedächtnis zu verändern.
Ihre Werke wurden unter anderem bei Nevven Gallery (SE), Galería Katakomby (CZ), der viennacontemporary Art Fair 2020 (AT) sowie bei Parallel Vienna 2019 (AT) gezeigt.
nominiert von Hans Schabus
Image courtesy © Chin Tsao


LISA
SIKOVITS
Lisa Sifkovits ( geb. 1993 ) lebt und arbeitet in Wien. Seit 2018 studiert sie in der Klasse für Skulptur und Raum an der Universität für angewandte Kunst. In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sich Lisa Sifkovits mit den von der Gesellschaft geschaffenen Normen und Regelwerken, sowie den damit einhergehenden Zwängen auseinander. Hierbei bedient sie sich einer kindlichen Formensprache, in der textilen Komponenten oder Holzkonstruktionen eine tragende Rolle spielen. Ihre Arbeiten besitzen eine inhärente Fragilität, die durch raue und robuste Elemente unterstützt wird..
nominiert von Hans Schabus
Image courtesy © Lisa Sifkovits


JAKOB
KRINZINGER
Das Nichts-Tun und die Frage, ob es das überhaupt geben kann, ist eine immer wiederkehrende Thematik in meiner künstlerischen Arbeit. Meiner Beobachtung nach, wird das Nichts sehr oft verwechselt mit den Dingen, die keine vordergründigen Bedeutungen, Verwendungen oder keine Sinnhaftigkeit haben. Diese alltäglichen einfachen Elemente (sowohl Objekte als auch Tätigkeiten) haben auf mich eine spezielle Anziehungskraft. Ausgangspunkt in den Arbeiten waren immer Grundbedürfnisse und tägliche Rituale. Das Umformulieren oder Neustrukturieren und Verbinden natürlicher, organischer und synthetischer Materialien, stellt für mich eine künstlerische Arbeitsweise dar, in der ich Spannungsverhältnisse offen legen und sinnbildlich meine Beziehung zwischen Mensch und Natur beschreiben kann.
- Jakob Krinzinger (*1994 in Wien, AT)
nominiert von Veronika Dirnhofer
Image courtesy © Jakob Krinzinger


JENS
HÖFFKEN
Jens Höffken produziert Kurzfilme und Textarbeiten für den Ausstellungskontext. Seine Essay-Filme sind regelmäßig auf Festivals zu sehen.
Er studierte Bildende Kunst und Kulturwissenschaften in Lyon, Strasbourg und Linz. Vor seinem Studium arbeitete Höffken in einer Werbeagentur und schrieb Kulturkritiken. Er war Regieassistent an verschiedenen Theatern und bespielte einige Bühnen mit seinen eigenen Performances.
Seine jüngsten Arbeiten sind essayistische Filme und Textobjekte, die sich vornehmlich mit literarischen Themen auseinandersetzen. Seit 2014 werden seine Filme u. A. von Sixpackfilm (Wien) vertreten.
nominiert von Anna Jermolaewa
Image courtesy © Jens Höffken


HIU
TUNG CHING
Die wesentlichen Bestandteile meiner Arbeiten bilden industrielle Bauteile (Metall, Kunststoff etc.), wie sie leicht in deutschen Baumärkten zu finden sind. Diese Komponenten oder Ready-mades sowie ihre Eigenfunktionalität erzeugen den Eindruck eines zurückhaltenden, beinahe automatisierten Mechanismus, der sich scheinbar in eine industrielle Produktionslinie einfügt.
Dabei handelt es sich jedoch um eine Illusion – eine reale Illusion. Die Dynamik dieser Abläufe entwirft lediglich eine surreale Vorstellung im Denken, während die physische Realität darin besteht, dass die verwendeten Bauteile ausschließlich die ästhetische Dimension der Arbeit bestimmen, ohne eine tatsächliche industrielle Funktion zu erfüllen.
nominiert von Peter Kogler
Image courtesy © Hiu Tung Ching


VERONIKA
GÜNTHER
Analog dem Bewusstseinsstrom in der Literatur tauchen in den Zeichnungen von Veronika Günther (*1981 in Hohenpolding, DE) Bilder aus dem täglichen Leben ebenso auf wie Motive aus Literatur, Film und anderen Massenmedien, Erinnerungen und Traumfetzen. Persönliches und öffentliches Material verschränken sich zu einer assoziativen Erzählung mit filmischem Charakter. Dabei zeichnet sie hauptsächlich aus der Erinnerung, wodurch die Motive automatisch auf das Wesentliche reduziert werden. Material und Geschwindigkeit erlauben keine Korrekturen, die so entstehenden Verzerrungen in Perspektive und Anatomie bringen ein unkalkulierbares Element von visuellem Humor und Poesie in die dargestellten Szenen. Die teils ins Groteske spielenden Bilder kreisen vorwiegend um das Verhältnis zwischen den Geschlechtern, Erscheinungsformen von Männlichkeit, sowie Zufall, Verlust und Tod. Über 8.000 größtenteils kleinformatige Zeichnungen sind bisher entstanden, die immer wieder auch in Form von Künstlerbüchern, Filmen, sowie auf Instagram publiziert werden. Veronika Günther lebt und arbeitet in München.
nominiert von Peter Kogler
Image courtesy © Veronika Günther


MARIELLA
LEHNER
Mariella Lehner (*1992 in Niederösterreich, AT) ist eine bildende Künstlerin, deren Praxis Zeichnung, Malerei, Druckgrafik und Skulptur umfasst. Im Zentrum ihrer Arbeit steht das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt, das sich in Auseinandersetzungen mit Themen wie Feminismus, Umweltfragen sowie internationalen Konflikten und Solidarität manifestiert.
Durch eine zugleich unheimliche und träumerische Bildsprache sowie Titel, die auf die oft politischen Ursprünge der Werke verweisen, werden Betrachter:innen dazu eingeladen, die Komplexität aktueller gesellschaftlicher Fragestellungen zu erkunden und die eigenen Haltungen zu hinterfragen.
nominiert von Veronika Dirnhofer
Image courtesy © Mariella Lehner

LIMITED EDITIONS
Alle Preisträger:innen entwickeln im Rahmen des Awards eine exklusive grafische Edition für die SIMACEK GRUPPE. Die Arbeiten entstehen im Format 50 × 65 cm in einer Auflage von 20 + 5 Künstler:innenexemplaren und werden als Sieb- oder Digitaldruck realisiert.
WINNER EDITIONS
Nominierte Künstler:innen
2022
von Anna Jermolaewa
Klasse für Experimentelle Kunst, Kunstuniversität Linz
Jens Höffken
Ruth Größwang
Bernadette Laimbauer
Mascha Illich
Alexandra Kahl
Laura Weiss
von Veronika Dirnhofer
Institut für Bildende Kunst, Akademie der Bildenden Künste Wien
Sophia Davislim
Mariella Lehner
Daniel Leiter
Sarah Fripon
Jakob Krinzinger
Alina Sokolova
von Peter Kogler
Grafikklasse, Akademie der Bildenden Künste München
Hiu Tung Ching
Arno Synaeve
Milen Till
Ludwig Dressler
Veronika Günther
Julia Walk
von Hans Schabus
Skulptur und Raum, Universität für Angewandte Kunst Wien
Benedikt Scheitnagl
Felizitas Moroder
Lisa Sifkovits
Chin Tsao
Julian Siffert
Sophia Latysheva


















