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© Bild: Das Artmann

Kunst im Artmann
Eine kuratierte Präsenz im Alltag

Im Artmann wurde Kunst von Beginn an in die Planung integriert. Das von cuubus architekten entwickelte Wohnprojekt in einem revitalisierten Backsteingebäude in in 1020 Wien verbindet historische Substanz mit zeitgenössischer Nutzung.

Vor diesem Hintergrund setzt das Kunstkonzept von ARTCARE an: Kunst wird nicht als zusätzliche Schicht verstanden, sondern als Teil des Übergangs zwischen Bestand und Gegenwart. Sie ist im gesamten Haus präsent - in Korridoren, im Eingangsbereich und in gemeinschaftlichen Zonen - und wird dort wahrgenommen, wo sich Alltag tatsächlich abspielt.

​Die Auswahl der Arbeiten folgt keinem dekorativen Prinzip, sondern bringt unterschiedliche künstlerische Haltungen zusammen: junge, internationale, in Wien verankerte Positionen treffen auf international rezipierte Künstler:innen. So entsteht ein offenes Gefüge aus Perspektiven, Materialien und Bildsprachen, das sich im Durchschreiten des Hauses erschließt. 

 

Unser besonderer Dank gilt dem Team von Das Artmann, als auch von Cuubus Architekten sowie insbesondere Ing. Eduard Mair MAS für das Engagement und die persönliche Haltung, Kunst und Leben in diesem Projekt selbstverständlich miteinander zu verbinden.

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Karl Karner, Blue Light Lumes, 2022

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Britta Huttenlocher, 1997

Artists

HERBERT BRANDL | LOUISE DEININGER | BRITTA HUTTENLOCHER |  SIMON IURINO | KARL KARNER | PETER KOGLER | MICHAEL LUKAS  | ALEX RUTHNER | ADRIAN SCHIESS | JAKOB VEIGAR SIGURDSSON | COSIMA VON BONIN

Die Auswahl verbindet eine jüngere, in Wien verankerte Generation von Künstler:innen mit etablierten Positionen und führt unterschiedliche künstlerische Haltungen zusammen. So entsteht ein offenes Gefüge, das sich nicht über ein zentrales Motiv definiert, sondern über das Nebeneinander von Perspektiven, Materialien und Bildsprachen.

Vor dem Hintergrund der Transformation des Gebäudes – vom ehemaligen Funktionsbau zu zeitgemäßem Wohnraum – wird Kunst zu einer eigenständigen Ebene innerhalb des Hauses. Sie ergänzt die architektonische Struktur nicht illustrativ, sondern setzt ihr eine zeitgenössische, inhaltliche Dimension entgegen und macht unterschiedliche kulturelle und individuelle Perspektiven im Alltag erfahrbar.

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Karl Karner

​Blue Night Lumes, 2022

Aluminium, 197 x 45 x 45cm

Ausgangspunkt seiner Arbeiten ist oft ein prozesshafter Zugang, so entstehen Formen durch das Zusammenspiel von Kontrolle und „gesteuertem Zufall“, etwa wenn Wachs in Wasser gegossen und weiterverarbeitet wird.

Charakteristisch ist die organische, wuchernde Formensprache, die an natürliche Strukturen erinnert und zugleich konstruiert ist. Karners ((geb. 1973, Feldbach) Arbeiten bewegen sich dabei zwischen Skulptur, Installation und Raum und untersuchen, wie Material, Körper und Wahrnehmung miteinander in Beziehung treten.

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Simon Iurino

​Ohne Titel (folded surface), 2019
Cyanotypie auf Baumwolle, je 120 x 180 cm

Die Arbeiten von Simon Iurino (geb. 1986, Bozen; lebt in Wien) entstehen an der Schnittstelle von Skulptur, Installation und Architektur. Auch in seinen grafischen Arbeiten bleibt dieses Denken präsent: Materialien, Strukturen und Spuren verweisen auf Prozesse, Räume und deren Nutzung.

Iurino arbeitet häufig mit industriellen Elementen und vorgefundenen Materialien, die er in neue Zusammenhänge überführt. Dabei interessiert ihn weniger das einzelne Objekt als dessen Einbindung in ein größeres räumliches Gefüge, und die Frage, wie wir dieses wahrnehmen

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Peter Kogler

Hand, 2020

UV-Print auf Aluminium, 135 x 210 x 5 cm

Die Arbeit Hand von Peter Kogler (geb. 1959, Innsbruck) verdichtet zentrale Motive seines Schaffens: das Verhältnis von Raum, Wahrnehmung und visuellen Systemen. Die isolierte Hand fungiert dabei als Verweis – als elementare Geste des Zeigens innerhalb eines komplexen, oft unübersichtlichen Gefüges.

Koglers Arbeiten, geprägt von Wiederholung, Netzstrukturen und digitalen Bildwelten, hinterfragen die Art und Weise, wie wir Räume wahrnehmen und uns in ihnen orientieren.

Michael Lukas

Hellwach, 2019
Öl auf Leinwand, 270cm x 150cm, signiert

Michael Lukas (geb. 1979, Wien)  greift in seiner Arbeit, Malerei, Zeichnung und collageartige Elemente ineinander und entwickelt eine Bildstruktur, die sich nicht auf ein eindeutiges Motiv festlegt.

Lukas arbeitet mit einem bewussten Wechselspiel aus Kontrolle und Zufall. Formen entstehen, lösen sich wieder auf und verschieben sich im Bildraum - ein Prozess, der weniger auf Darstellung zielt als auf ein kontinuierliches Sehen und Wahrnehmen.

Alex Ruthner

Motion Comic, 2016
Öl auf Leinwand, 150 x 180 cm

Alex Ruthner (geb. 1982 in Wien) verbindet zeichnerische Elemente mit dynamischen Farbflächen und greift dabei Einflüsse aus Popkultur, Subkultur und kunsthistorischen Referenzen auf.

Ausgebildet u. a. bei Peter Kogler und Daniel Richter sowie Albert Oehlen, entwickelt Ruthner eine eigenständige Bildsprache, in der sich Narrative, Gestik und visuelle Brüche überlagern. 

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Britta Huttenlocher

Ohne Titel , 1999
8-teilige Farbserigrafie, je 50 x 65 cm

Aufl. 1/100-100/100+20 EA, nummeriert und signiert

Die Edition von Britta Huttenlocher (geb. 1962, Chur) steht exemplarisch für ihre reduzierte, zugleich vielschichtige Bildsprache. Ausgehend von Landschaftsstrukturen wie Linien, Verdichtungen und Verschiebungen entwickelt sie abstrakte Kompositionen, die sich zwischen Fläche und räumlicher Andeutung bewegen.

Als Malerin und Grafikerin verbindet Huttenlocher in ihren Arbeiten zeichnerische Präzision mit einem sensiblen Umgang für Materialität und Struktur.

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Adrian Schiess

 

​1996, 1996
6 Heliogravuren, mit je 1 Farbe auf Zerkall Bütten (auf Handpresse gedruckt)
Aufl. 1/30-30/30 +10 e.a
je 50cm x 65cm, signiert und nummeriert

Adrian Schiess (geb. 1959, Zürich) zählt zu den prägenden Positionen der erweiterten Malerei. Seine Werke entstehen oft als farbintensive, reduzierte Setzungen, die weniger ein Bild darstellen als eine Situation erzeugen.

Dabei spielen Licht, Reflexion und Umgebung eine zentrale Rolle. Farbe wird nicht als Abbild verstanden, sondern als eigenständiges Element, das sich je nach Standort und Blick verändert und den Raum aktiv mitgestaltet.

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Javier A. Greschitz De La Cruz

Stampede #2, 2025
Öl und auf Leinwand, 240cm x 160cm

Die Arbeit von Javier A. Greschitz de La Cruz (geb. 1999, Wien) zeigt seine Auseinandersetzung mit Bewegung, Gemeinschaft und inneren Spannungszuständen. Tiere erscheinen in seinen Bildern als wiederkehrende Motive, nicht als reine Darstellung, sondern als Träger emotionaler und sozialer Dynamiken.

Aufgewachsen zwischen Wien und Peru, verbindet der Künstler persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Fragestellungen und entwickelt daraus vielschichtige, oft verdichtete Bildräume.

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Louise Deininger

ICH 2 (Womb 2), 2024
Acryl, Elefantendung, Kanga, Kaurimuscheln und

Mixed Media auf Leinwand , 155 x 195 x 2 cm

Die Arbeit ICH 2 / Womb 2 von Louise Deininger (lebt und arbeitet in Wien und Uganda) ist Teil einer konzeptuellen Praxis, die sich mit Körper, Herkunft und Identität auseinandersetzt. Ausgangspunkt sind oft persönliche und kollektive Erinnerungsebenen, die über Material und Form in einen größeren Zusammenhang gestellt werden.

Deiningers Arbeiten verbinden unterschiedliche kulturelle Bezüge und thematisieren Fragen von Zugehörigkeit, Transformation und Selbstverständnis in einem globalen Kontext.

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Jakob Veigar Sigurdsson

My own little paradise, 2025
Öl auf Leinwand, 300cm x 200cm

Jakob Véigar Sigurðsson (geb. in Reykjavík, Island) ist ein in Wien lebender Maler und Absolvent der Akademie der bildenden Künste Wien (Klasse Ashley Hans Scheirl).

Seine Arbeiten bewegen sich im Feld der abstrakten Malerei und sind geprägt von einem prozesshaften Umgang mit Farbe und Material. Ausgehend von landschaftlichen Referenzen entwickelt er Bildräume, in denen sich Schichtung, Bewegung und Verdichtung überlagern. Seine Malerei versteht sich dabei weniger als Abbild, sondern als eigenständige Auseinandersetzung mit Wahrnehmung und malerischer Struktur.

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Alex Ruthner

Manet's bouquet (Olympia): Breaking Bad Blue, 2025
Wasserbasierte Emulsionsfarbe auf Leinwand
120cm x 180cm

 

„Ich möchte gedankliche Gärten schöpfen“, so Ruthner im O-Ton. „Man darf mit Recht in meinen Bildern wandeln. Keine Assoziationen sind verboten. Ich schätze eine gewisse Power was meine Arbeiten angeht. Ich will das auch gar nicht unterdrücken."

Ruthner’s Landschaften wurden bisher in London, Berlin, Los Angeles und eben Wien ausgestellt. Seine Arbeiten sind von eigentümlichen Blickwinkeln und von schräger Schnell- Technik geprägt.

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Cosima von Bonin

Ohne Titel, 1997
Mehrfarbiger Siebdruck auf Fedrigoni Old Mill (8-teilige Serie)
Auflage 1/100-100/100, je 50cm x 65cm, nummeriert und signiert

Die Arbeiten von Cosima von Bonin (geb. 1962, Mombasa) stehen für eine vielschichtige, oft bewusst uneindeutige Bildsprache zwischen Konzeptkunst, Textil und Installation. Ihre Werke greifen Motive aus Popkultur, Musik und Alltag auf und verschieben diese in neue, teils humorvolle, teils irritierende Zusammenhänge.

International ausgestellt, u. a. auf der documenta 12 sowie der Biennale di Venezia, gehört sie zu den prägenden Künstlerinnen ihrer Generation.

Bild: © Das Artmann

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Zwischen Bestand und Gegenwart

Das Artmann befindet sich in einem revitalisierten Backsteingebäude in der Oberen Donaustraße im 2. Wiener Gemeindebezirk. Der historische Baukörper, dessen Ursprung in der gewerblichen Nutzung des 19. Jahrhunderts liegt, wurde von Cuubus Architekten behutsam weiterentwickelt und in ein zeitgemäßes Wohnhaus transformiert.

Die charakteristische Ziegelfassade, die klare, funktionale Struktur sowie die großzügigen Fensteröffnungen prägen bis heute das Erscheinungsbild und verweisen auf die industrielle Vergangenheit des Hauses. Diese Qualitäten wurden bewusst erhalten und durch präzise architektonische Eingriffe ergänzt.

mehr unter www.das-artmann.at

Bilder: © Das Artmann

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What research shows about art in medical environments

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