

Karl Karner, Nufun, 2021
Kunst als Teil der Unternehmenskultur
mit Werken von
Pirmin Blum, Herbert Brandl, Gunter Damisch, Louise Deininger, Franz Grabmayr, Robert Indiana, Simon Iurino, Julian Jankovic, Franco Kappl, Karl Karner, Nikolaus Moser, Zanele Muholi, A.R. Penck, Markus Prahensky, Alex Ruthner, Thomas Vava, Walter Vopava, Otto Zitkho
Nicht alles bleibt, wie es war.
Bei KPMG AUSTRIA wird Sammlung neu gelesen und weitergeschrieben.
Die Räumlichkeiten von KPMG Austria im 9. Wiener Bezirk wurden um eine kuratorische Ebene erweitert. In Zusammenarbeit mit ARTCARE entstand über das vergangene Jahr hinweg ein Konzept, das Kunst gezielt in die bestehenden Strukturen integriert und in den Arbeitsalltag einbindet.
Die künstlerischen Arbeiten sind im gesamten Gebäude verortet und greifen gezielt in die bestehenden Abläufe ein. Sie strukturieren Übergänge, setzen Akzente in Besprechungsräumen und begleiten Arbeitsbereiche. Die Auswahl folgt keiner einheitlichen Bildsprache, sondern bringt bewusst unterschiedliche Positionen zusammen – von jungen, in Wien arbeitenden Künstler:innen bis hin zu international etablierten Namen.

Alex, Ruthner, Villon/ Papillon, 2025
Bestand im Dialog
Wie bestehende Arbeiten neu inszeniert und durch zeitgenössische Positionen erweitert werden.
Ein zentraler Bestandteil des Konzepts liegt in der Weiterentwicklung der bestehenden Sammlung. Gemeinsam mit ARTCARE wurden Werke, die sich bereits im Besitz von KPMG befinden, neu gehängt, räumlich neu gedacht und in einen erweiterten Zusammenhang gestellt. Dazu zählen unter anderem die Tanzblätter (1999) von Franz Grabmayr, ebenso wie seine charakteristischen, pastosen Ölbilder, markante malerische Positionen von Herbert Brandl und Otto Zitko sowie Prints von Robert Indiana. Ergänzt wird dieser Bestand durch weitere Arbeiten von Markus Prahensky, Franco Kappl, Gunter Damisch, A.R. Penck und Nicolaus Moser.
Auch innerhalb der Besprechungsräume wurde ein differenziertes Konzept entwickelt: Die Werke folgen hier einer fein abgestimmten, farblich gegebenen Setzung. Diese bestehenden Positionen treten in einen bewussten Dialog mit neu eingebrachten zeitgenössischen Werken: etwa der großformatigen Aluminiumskulptur von Karl Karner im begrünten Innenhof, die als zentraler Ankerpunkt des Ensembles fungiert. Hinzu kommen großformatige Malereien und Skulpturen junger, in Wien wirkender Künstler:innen wie Julian Jankovic, Alex Ruthner und Louise Deininger sowie die haptischen Arbeiten aus recyceltem Plastikabfall des ugandischen Künstlers Thomas Vava. Ergänzt wird das Gefüge durch serielle, großformatige Arbeiten von Simon Iurino, die im Cyanotypie-Verfahren entstehen, sowie durch eine fotografische Position der international renommierten Künstlerin Zanele Muholi.
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Pirmin Blum
Pirmin Blum arbeitet mit Found-Footage-Material aus Industrie, Wirtschaft und dem Internet, das er durch Montage und Transformation neu kontextualisiert. Dabei zeigt er, dass künstlerische Kompetenz heute den souveränen Umgang mit Medien der Massenkultur wie Werbung, Fernsehen und Websites voraussetzt, ohne dabei im Widerspruch zu einer individuellen Ausdrucksweise zu stehen. Er wurde 1969 in Luzern geboren, lebt und arbeitet in Wien und studierte von 1999 bis 2005 Kunst und digitale Medien an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Gunter Damisch
Gunter Damisch (1958–2016) war ein österreichischer Maler, Grafiker und Bildhauer und zählt zu den prägenden Vertretern der „Neuen Wilden“. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Max Melcher und Arnulf Rainer und war ab 1998 selbst Professor für Grafik an dieser Institution. Sein Werk umfasst großformatige Gemälde, Druckgrafiken, Zeichnungen und plastische Arbeiten in Bronze, Holz oder Keramik. Charakteristisch sind seine farbintensiven, dichten Bildwelten, in denen sich organische Formen, punktartige Strukturen und symbolhafte Figuren – etwa die „Flimmers“, „Steher“ oder „Köpfer“ – über die Bildfläche bewegen. Damisch verstand seine Kunst als eine Erkundung innerer und äußerer Landschaften – zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos, zwischen Ordnung und chaotischer Bewegung. Er wurde u. a. mit dem Otto-Mauer-Preis, dem Max-Weiler-Preis und dem Preis der Stadt Wien ausgezeichnet. Gunter Damisch lebte und arbeitete in Wien und im Mostviertel/Niederösterreich.

Franz Grabmayr
Franz Grabmayr (*1927 in Pfaffenberg, Kärnten; †2015 in Wien) war ein österreichischer Maler, dessen Werk sich durch eine elementare, körperlich erlebte Bildsprache auszeichnet. Nach seiner Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Robin Christian Andersen und Herbert Boeckl entwickelte Grabmayr in den 1960er Jahren eine unverkennbare, gestisch-expressive Malweise. Seine künstlerische Praxis führte ihn immer wieder direkt in die Natur – an Orte, wo Erde, Licht und Bewegung aufeinandertreffen. Seine sogenannten „Feuerbilder“, entstanden im Waldviertel ab den 1980er Jahren. Dafür montierte er Leinwände auf einem eigens umgebauten Traktor, von denen aus er brennende Wurzelstöcke malte. Diese Arbeiten, geschichtet mit dicken Farbmassen und oft mit bloßen Händen aufgetragen, sind unmittelbare Dokumente von Hitze, Rhythmus und Verwandlung. Die Malerei wurde für Grabmayr zum performativen Akt – zur physischen Auseinandersetzung mit dem Bildträger.

Simon Iurino
Simon Iurino, geboren 1986 in Bozen, Italien, ist ein zeitgenössischer Künstler, der in Wien, Österreich, lebt und arbeitet. Er studierte in der Meisterklasse für Objektplastik an der Akademie der Schönen Künste in Urbino, Italien. Anschließend absolvierte er ein einjähriges Studium an der renommierten Central Saint Martins Academy in London, Großbritannien. Der Künstler schloss sein Studium mit einer Meisterklasse in Textplastik bei dem bekannten Professor Heimo Zobernig ab, mit dem Iurino anschließend mehrere Jahre zusammenarbeitete. Iurinos Werk umfasst eine Vielzahl von Medien, von architektonischen Interventionen und Installationen bis hin zu Skulptur und Malerei. Seine Praxis in all diesen Formen ist durch eine Auseinandersetzung mit der formalen Sprache des Modernismus verbunden. Der Künstler möchte dabei das Bildträgermaterial 3 Leinwand, Papier 3 selbst zum Inhalt des Kunstwerks machen. Ein wichtiges Element in Simon Iurinos Skulpturen, sowohl in großen als auch in kleinen Formaten, ist die Verwendung industrieller Materialien wie Kupferrohre oder extrudierte Keramikrohre. Die Skulpturen werden gebogen, verdreht und schlängeln sich durch keramische Siebdrucke, Emaille und Oxide nach oben.
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Franco Kappl
Franco Kappl (*1962 in Klagenfurt), lebt und arbeitet in Wien und Klagenfurt. Er studierte zwischen 1982–1989 Malerei bei Arnulf Rainer an der Akademie der bildenden Künste Wien und setzte seine Ausbildung später am Royal College of Art in London fort. Kappls Werke sind überwiegend großformatig und zeichnen sich durch dynamisch-gestische, abstrahierte Kompositionen aus, in denen Hell-Dunkel-Kontraste sowie strukturierte Farbflächen dominant sind. Seine Malerei versteht er als eine Form der schöpferischen Erforschung der Farbe: Linien, Flächen, Licht, Schatten – nicht Gegenständlichkeit steht im Fokus, sondern das Medium selbst.
Nicolaus Moser
Nikolaus Moser (*1956 in Spittal an der Dra) ist ein österreichischer Maler, er lebt und arbeitet in Wien. Moser studierte bei Carl Unger und Adolf Frohner an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Ein Teil seiner Ölbilder entstehen auf einer Alm, wohin sich Moser jeden Sommer zurückzieht. Er mischt mitunter Erde, Steine oder Asche unter die aufgespachtelten Ölfarben und gibt den Arbeiten die Dimensionen von Relief.

A.R. Penck
A. R. Penck (1939–2017), geboren als Ralf Winkler in Dresden, zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit. Er entwickelte eine eigenständige Bildsprache, die stark von Zeichen, Symbolen und archaisch wirkenden Figuren geprägt ist. Seine Werke verbinden Malerei, Zeichnung und Theorie zu einem komplexen System visueller Kommunikation. In der DDR arbeitete Penck lange Zeit außerhalb der offiziellen Kunstszene und stand unter staatlicher Beobachtung. 1980 übersiedelte er in den Westen, wo er rasch internationale Anerkennung fand.

Alex Ruthner
Alexander Ruthner geboren 1982 (in Wien) lässt aus malerischer Sicht „nichts anbrennen“. Seine von farbenfrohen, floralen Mustern bis hin zu leuchtenden Gruppenmotiven changierenden Bilder zeugen von kontrollierter Aktualität und scharfsinniger Observation des Welt-Geschehens unserer Zeit. „Ich möchte gedankliche Gärten schöpfen“, so Ruthner im O-Ton. „Man darf mit Recht in meinen Bildern wandeln. Keine Assoziationen sind verboten.“ Ruthner’s Landschaften wurden bisher in London, Berlin, Los Angeles und eben Wien ausgestellt. Seine Arbeiten sind von eigentümlichen Blickwinkeln und von schräger Schnell- Technik geprägt. „Ich schätze eine gewisse Power was meine Arbeiten angeht. Ich will das auch gar nicht unterdrücken.“ Nach Studienaufenthalten in Athen ( „Eine echt wichtige Etappe meines Lebens) und Düsseldorf, zog es ihn nach Los Angeles wo ihn die gute Stimmung und der grosse Optimismus der Szene beeindruckte. „Dort arbeiten alle irgendwie zusammen, Kritik gibt es wenig.“ Seine Malerei drückt mit klaren Gesten aus, was er denkt, besser gesagt, was er will das die Betrachter denken. Aber will er das eigentlich? „Nein. Ich mache keine Vorschriften. Die Sprache meiner Malerei soll verständlich sein und sich gut anfühlen. Ich sage das mit einer gewissen Skepsis.“
Walter Vopova
Walter Vopava (1948 in Wien) ist ein österreichischer Maler und Vertreter der „Neuen Abstraktion“. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Maximilian Melcher und lebt und arbeitet in Wien, Berlin und Niederösterreich. Vopava entwickelte sich in den 1980er Jahren von der Figuration zur reinen Abstraktion. Seine großformatigen Werke zeichnen sich durch starke Hell-Dunkel-Kontraste und eine reduzierte, meditative Bildsprache aus. Charakteristisch sind flächige schwarze Balken, leuchtende Farbschleier und ein offener, prozessorientierter Malakt, bei dem Farbe, Licht und Raum zu zentralen Ausdrucksträgern werden – jenseits gegenständlicher Referenz. Er wurde u. a. mit dem Preis der Stadt Wien und dem Österreichischen Kunst

Herbert Brandl
Herbert Brandl (1959–2025) zählt zu den zentralen Positionen der österreichischen Malerei seit den 1980er-Jahren. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Abstraktion und landschaftlicher Andeutung. Farbe, Geste und Materialität bilden bei ihm ein autonomes Spannungsfeld, in dem Wahrnehmung und Emotion gleichberechtigt sind. Brandl interessierte weniger das Motiv als die physische Erfahrung des Malens selbst. Großformatige Leinwände, dichte Farbschichten und eruptive Bewegungen prägen seine Bildsprache. Immer wieder tauchen Berge, Nebel, Horizonte auf – als Verdichtung von Natur, nicht als Darstellung. Neben der Malerei entstanden auch Druckgrafiken und Skulpturen. Seine Werke wurden international ausgestellt, unter anderem auf der documenta IX und der Biennale di Venezia. Brandl lehrte an der Kunstakademie Düsseldorf und prägte Generationen junger Künstler:innen. Sein Werk steht für eine radikale, sinnliche Erneuerung der Malerei im 21. Jahrhundert.

Louise Deininger
Als afrikanische Konzeptkünstlerin, die in einem zeitgenössischen Kontext arbeitet, verbindet Louise Deininger in ihrer forschungsbasierten Praxis kollektives Gedächtnis, Materialität und Bedeutung zu Akten der dekolonialen Rückeroberung und Identitätsbildung. Durch einen hybriden interdisziplinären Ansatz arbeitet sie mit verschiedenen Materialien, die mit vergangenen Leben pulsieren. Dazu gehören ihr vererbtes koloniales Medium, Acrylfarbe auf Leinwand, ebenso wie Erde und Kot des Elefanten, ihrem Stammes-Totemtier. Neben der Wiederverwendung und Re-Kontextualisierung von Konsumabfällen und Fertigprodukten, die die Exzesse unserer Konsumkultur verspotten, integriert sie traditionelle Rindenstoffe, Teebeutel, die in koloniale Ausbeutung getaucht sind, Perlen, Kaurischalen, Kanga-Stoffe und Häkelgarn, die mit spirituellen und Ahnenpraktiken verbunden sind.

Robert Indiana
Robert Indiana (1928–2018) war ein amerikanischer Künstler, maßgeblich mit der Pop‑Art verbunden. Nach Studien am Art Institute of Chicago, der Skowhegan School in Maine und dem Edinburgh College of Art ließ er sich ab 1954 in New York nieder, wo er in der Coenties Slip‑Künstlerszene (u. a. mit Ellsworth Kelly & Agnes Martin) lebte (Wikipedia, Smithsonian) (Rosenbaum) (Walker) (Britannica). Bekannt wurde er durch seine klaren, typografisch-geometrischen Arbeiten mit Worten („LOVE“, „EAT“, „HOPE“) und Zahlen („Numbers 1‑0“), umgesetzt in Gemälden, Drucken und Großskulpturen. Seine ikonische LOVE‑Komposition – L über O und V über E, das „O“ geneigt – erschien erstmals 1964 auf einer MoMA‑Weihnachtskarte und wurde zur Statue aus Cor-Ten-Stahl (1970) beim Indianapolis Museum of Art (Wikipedia) (Britannica) (Smithsonian).
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Julian Jankovic
Als Künstler entwickelt man zwangsläufig Beziehungen zu verschiedenen Materialien und dazu, wie sie sich verhalten und was sie artikulieren können. Insbesondere die Materialität wird bei Julian Jankovic breit definiert, unter anderem als die Kapazität eines Systems. Alle Systeme – von der Plastikfolie bis hin zum fertigen Kunstwerk – stehen dabei in einer Wechselwirkung mit der Welt und bringen unter bestimmten Bedingungen, auf bestimmte Weise ihre spezifische Eigenheit zum Ausdruck. Unter diesem erweiterten Begriff der Materialität wird auch Zuständen, die wir traditionell als immateriell bezeichnen, Wesentlichkeit zugesprochen, die sich bei Jankovic in kausalen Beziehungen ausdrückt. Dehnbarkeit, Widerstandsfähigkeit und Porosität charakterisieren und begrenzen den morphologischen Möglichkeitsraum, den das Material und letztendlich sein Kunstwerk einnehmen kann. Mit anderen Worten, Jankovic misst der Materie eine aktive Rolle bei der Erschaffung ihrer eigenen Form zu. Das daraus resultierende Element des Zufalls und der Unkontrollierbarkeit, ja vielleicht auch eine neu entstandene Störrigkeit des Materials, werden vom Künstler nicht als Kontrollverlust, sondern sprichwörtlich als Elastizität innerhalb seines Schaffens erlebt.

Karl Karner
Karl Karner (*1973 in Feldbach, Steiermark) arbeitet in einem offenen Feld zwischen Skulptur, Performance und installativer Rauminszenierung. Seine künstlerische Praxis ist von einem prozessorientierten Denken geprägt, das klassische Formauffassungen hinterfragt und den Körper – sowohl als Thema wie auch als Medium – ins Zentrum rückt. Karner studierte Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Heimo Zobernig und ist zudem ausgebildeter Kunstgießer. Diese technische Versiertheit trifft in seinem Werk auf ein ausgeprägtes Interesse an Instabilität, Übergang und dem Unfertigen.
Zanele Muholi
Zanele Muholi, geboren 1972 in Durban, Südafrika, absolvierte eine fotografische Ausbildung am Market Photo Workshop in Johannesburg und setzte ihr Studium an der Ryerson University in Toronto, Kanada, fort. Muholis künstlerische Praxis, die zu den einflussreichsten und anerkanntesten der zeitgenössischen Kunstszene zählt, hat zahlreiche renommierte Preise erhalten. Muholi widmet sich in ihren Arbeiten und Ausstellungen, sowohl national als auch international, insbesondere der Darstellung von Homosexualität in der schwarzen Gemeinschaft. Die seit 2006 fortlaufende Serie „Faces and Phases“, eine Sammlung von Schwarz-Weiß-Porträts lesbischer Frauen, Transgender und nichtbinärer Personen, umfasst mittlerweile über 250 Aufnahmen verschiedenster Individuen. Durch diese tiefgründigen und berührenden Bilder schafft Muholi ein dokumentarisches Archiv der täglichen Realitäten und Kämpfe dieser Gemeinschaften.

Markus Prahensky
Markus Prachensky (1932–2011) war einer der bedeutendsten österreichischen Künstler der abstrakten Malerei und eine zentrale Figur des europäischen Informel. Seine Werke sind geprägt von einer kraftvollen, gestischen Bildsprache, in der Bewegung, Rhythmus und Energie eine wesentliche Rolle spielen. Besonders charakteristisch ist sein intensiver Einsatz der Farbe Rot, die in vielen Arbeiten zur dominierenden Ausdrucksform wird. Prachensky verstand Malerei als unmittelbaren körperlichen Akt und als spontanen Dialog zwischen Künstler und Leinwand. Zahlreiche Reisen, vor allem in den Mittelmeerraum, nach Spanien und Italien, beeinflussten seine Arbeit nachhaltig und spiegeln sich in Serien wider, die von Architektur, Landschaft und Licht inspiriert sind. Trotz ihrer Abstraktion bewahren seine Bilder eine starke emotionale Präsenz und eine klare innere Struktur. Prachenskys großformatige Arbeiten entstanden oft in entschlossenen, schnellen Gesten und zeugen von einer konsequenten künstlerischen Haltung.

Thomas Vava
Thomas Vava, 1992 in Kalongo, Uganda, geboren und in Gulu City aufgewachsen, lebt und arbeitet zwischen Wien und seiner Heimat. Seit 2021 studiert er Contextual Painting an der Akademie der bildenden Künste Wien, zunächst bei Hans Ashley Scheirl und derzeit bei Alice Creischer und Andreas Siekmann. Kurz vor Beginn seines Studiums zog Vava von Uganda nach Wien, doch seine künstlerische Identität bleibt eng mit der Geschichte Nordugandas verbunden. Aufgewachsen in einer Region, die von einem lang andauernden Bürgerkrieg geprägt war, setzt sich Vava in seiner Arbeit mit den kollektiven und persönlichen Wunden seiner Acholi-Gemeinschaft auseinander. Seine Kunst wurzelt in der lebendigen Kultur der Acholi-Tänzer*innen, deren kraftvolle Bewegungen in seinen großformatigen Arbeiten nachhallen. Vavas jüngere Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Malerei und skulpturalem Objekt. Mit Kartonstrukturen, die mit recycelten Kunststoffmaterialien überzogen sind, schafft er taktile, beinahe körperhafte Werke, die oft traditionelle Formate der Leinwand überschreiten. Stattdessen schweben Fragmente aus Plastik frei im Raum, fangen Licht und Bewegung ein und verleihen den Arbeiten eine dynamische, lebendige Qualität. Ihre vollständigen Formen erschließen sich erst aus der Distanz und laden zu einer vielschichtigen Wahrnehmung ein.

Otto Zitko
Otto Zitko (*1959 in Linz) zählt zu den prägnantesten Positionen der zeitgenössischen abstrakten Malerei. Seine Arbeiten entstehen aus einem unmittelbaren, körperlichen Zeichenprozess, bei dem Linien die Bildfläche in dichten Strukturen überziehen und eine starke visuelle Spannung erzeugen. Dabei verzichtet Zitko bewusst auf klassische Kompositionsprinzipien oder feste Bildzentren und lässt die Malerei aus dem Moment heraus wachsen. Die Werke entwickeln sich wie ein visuelles Protokoll von Bewegung, Rhythmus und Energie, oft zwischen kontrollierter Setzung und bewusst zugelassenem Kontrollverlust. Farbe erscheint nicht dekorativ, sondern als intensives Mittel zur Verdichtung und Steigerung der Wirkung. Häufig arbeitet Zitko seriell und über längere Zeiträume hinweg an Werkgruppen, wodurch sich seine Bildsprache kontinuierlich weiterentwickelt. Charakteristisch ist zudem, dass seine Arbeiten den Raum mitdenken und teils über das traditionelle Tafelbild hinausgehen. Zeichnung und Malerei verschmelzen dabei zu einer eigenständigen, offenen Bildwelt, die sich einer eindeutigen Interpretation entzieht und gerade dadurch eine nachhaltige Präsenz entfaltet.

Bild: © KPMG Austria

Verantwortung und Unternehmensführung
KPMG Österreich versteht verantwortungsvolle Unternehmensführung als zentralen Bestandteil seiner Unternehmensphilosophie. Als Teil des globalen KPMG Netzwerks verpflichtet sich das Unternehmen zu höchsten Standards in Integrität, Transparenz und ethischem Verhalten. Klare Führungsstrukturen schaffen Vertrauen und stellen sicher, dass die Interessen von Kund:innen, Mitarbeiter:innen und der Gesellschaft gewahrt werden. Dabei orientiert sich KPMG an internationalen Prinzipien und Richtlinien, die eine solide Grundlage für die tägliche Arbeit bilden.
Diese globalen Standards werden in Österreich konsequent umgesetzt und an die Anforderungen des lokalen Marktes angepasst. Das Engagement für verantwortungsvolles Handeln zeigt sich auch in den Dienstleistungen von KPMG, die Unternehmen dabei unterstützen, ihre Ziele zu erreichen und gleichzeitig ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. So positioniert sich KPMG als verlässlicher Partner für nachhaltige und zukunftsorientierte Lösungen.
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