top of page
9544_original.jpg

Tanz der Köpfe

GROUP SHOW

November 14 – December 19, 2024

Andreas Maurer, Danielle Pamp, Derek Roberts, Dominik Scharfer, Guadalupe Aldrete, Hannes Mlenek, Louise Deininger, Norbert Völkerer, Peter Kogler, Philippe Hérard, Thomas Vava

in cooperation with Galerie Reinberg

Die Ausstellung vereint Werke von elf internationalen Künstler:innen, deren vielfältige Positionen ein lebendiges Zusammenspiel von Ideen und Perspektiven kreieren. Mit Malerei, Skulptur und multimedialen Objekten eröffnet sich hier ein Dialog, in dem Grenzen von Erinnerung, Identität und kultureller Zugehörigkeit neu verhandelt werden.

Der Titel selbst evoziert ein sinnlich-intellektuelles Spiel von Gedanken und Formen, eine Choreographie des Erinnerns und Erschaffens. Die „Köpfe”, die hier „tanzen“, sind nicht nur Sinnbild des menschlichen Antlitzes, sondern auch ein vielstimmiges Echo aus Erfahrungen, Gedanken und Hoffnungen. Ein Tanz des kollektiven Denkens und Fühlens, der uns als Menschen in einem größeren Gefüge zusammenführt. Wie Tänzer:innen formen sie in ihrer Vielfalt eine Ordnung, die jenseits der Sprache liegt, eine Ordnung, die uns als Gemeinschaft, als Menschheit, formt und verbindet.

Der Rhythmus ist in der Kunst allgegenwärtig. Wie die Musik ordnet auch die Kunst ihre Elemente und schichtet ihre Bedeutungsebenen. Im Wechsel der verschiedenen Stile und Medien wird der Rhythmus zur Metapher für den Zusammenklang des Verschiedenen: zehn Künstlerinnen aus Europa, Afrika, Nord- und Südamerika treffen hier aufeinander, um im Einklang und doch jeder für sich, ihre Perspektiven zu präsentieren. 

 

Tanz der Köpfe ist eine Ode an die Einheit in der Vielfalt - ein Tanz der Köpfe im wahrsten Sinne - ein Tanz, der Vielfalt und Zusammenhalt, Rhythmen und Synkopen vereint. Hier schwingen Gedanken im Gleichklang der Unterschiedlichkeit.

Ein Schritt in eine Welt, in der das Hinhören, das Hinschauen und das Einander-Verstehen zu einem neuen, tieferen Einklang führt.

Norbert Völkerer

Norbert Völkerer lässt die Materialien selbst sprechen, indem er mit Lehm, Erde oder Stein skulpturale Objekte schafft, die von ihrer eigenen Entstehung erzählen. Die Bearbeitung und Umwelteinflüsse hinterlassen ihre Spuren: Risse und Strukturen offenbaren das „Wesen“ dieser Stoffe und zeugen von den Prozessen, die sie geprägt haben. In dieser Wechselwirkung zwischen Verformung und sedimentierter Struktur entfaltet sich ein fragmentierter, verletzter Charakter.

Hannes Mlenek

Auch die Arbeiten von Hannes Mlenek kreisen um die Darstellung des menschlichen Körpers, den er in dynamischen, gestischen Linien auflöst und dabei zwischen Andeutung und Abstraktion balanciert. Seine  Werke vermitteln durch kräftige, energetische Striche eine spürbare Bewegung, die Körperformen als fragile Erscheinungen erfahrbar macht. In der Spannung von Form und Zerfall lässt Mlenek das Menschliche in einem stetigen Fluss entstehen und vergehen.

Philipp Hérard

Der Franzose Philippe Hérard schafft Werke auf Pappe, die oft mit einem humorvollen und zugleich nachdenklichen Blick auf die Absurditäten des Lebens gefüllt sind. Seine Bilder, in denen er sich selbst häufig humorvoll inszeniert, fangen alltägliche Szenen mit einem surrealen Twist ein. Wer würde schon ernsthaft darüber nachdenken, mit kleinen Koffern an den Füßen oder verkehrt herum auf einer Kuh zu sitzen, während er mit Schwimmreifen und Paddel ausgestattet ist? Doch wer länger hinsieht, erkennt nicht nur Philippe, sondern auch sich selbst.

Louise Deininger

Die in Uganda geborene und in Kenia aufgewachsene Konzeptkünstlerin Louise Deininger verarbeitet in ihren Werken Elefantendung, afrikanische Kanga-Textilien und Kaurimuscheln. Ihre Kunst fungiert nicht nur als Spiegel afrikanischer Identität, sondern auch als Plattform für individuelle und kollektive Ermächtigung. Ihre künstlerischen Praxis ist ein Versuch postkoloniale Traumata zu verarbeiten und zugleich eine kraftvolle Botschaft des Widerstands und der Resilienz zu vermitteln.

Derek Roberts

Ali Zare, geboren 1987 in Yazd, Iran, ist ein aufstrebender iranischer bildender Künstler, der derzeit in Wien lebt und arbeitet. Seine künstlerische Ausbildung begann an der Fakultät für Kunst und Architektur in Yazd, wo er seinen Bachelor of Fine Arts mit Schwerpunkt Malerei erhielt. Seit 2016 studiert er Kontextueller Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Zares Arbeiten sind durch eine einzigartige malerische Technik geprägt. Er trägt die Farbe in Schichten auf und manipuliert sie mit Spachteln und anderen Werkzeugen, um dynamische und lebendige Oberflächen zu schaffen. Diese technische Raffinesse verleiht seinen Werken eine bemerkenswerte Tiefe und Komplexität, die Betrachter:innen in einen intensiven Dialog mit dem Bild zwingt. Durch das Verschieben, Wegwischen und Auskratzen der Farbe, entstehen dynamische Spuren und Hiebe, welche die Konturen der dargestellten Figuren aufbrechen. Diese Vorgehensweise verleiht seinen Werken eine außergewöhnliche Tiefe und Struktur, die Betrachter:innen dazu einlädt, die psychologische und emotionale Komplexität seiner Figuren zu erforschen. Zare verbindet in seiner Kunst persönliche und gesellschaftliche Themen, indem er die inneren und äußeren Konflikte seiner Protagonist:innen aufzeigt und den Betrachter:innen einen tiefen Einblick in das emotionale Innenleben der Figuren gewährt. Seine Werke reflektieren die Zerbrechlichkeit und die essenziellen Übergänge zwischen Licht und Dunkelheit, Leiden und Heilung. Seine Porträts gehen dabei über die bloße Darstellung von Gesichtern hinaus; sie sind eine Untersuchung der inneren Unruhe und der Bewegung der Seele.

Guadalupe Aldrete

Die mexikanische Künstlerin Guadalupe Aldrete (Lala Nomada) bewegt sich in ihren Performances mit schwarzer Tinte zwischen Persönlichem und Politischem. Ihre Arbeit, die stark auto-ethnografisch geprägt ist, fokussiert sich auf Methoden, Momente der Vergangenheit und Gegenwart zu ergründen. Mit ihrem Körper als „experimentellem Feld“ schafft sie Werke, die Teil eines integralen Produktionsprozesses sind, der Selbstbeobachtung und ein dynamisches Schaffen vereint.

Dominik Scharfer

Dominik Scharfer bringt mit seinen kecken Figuren aus leuchtendem Acryl- und Kaltemail eine vermeintlich spielerische Leichtigkeit in die Ausstellung. Seine lebhaften Charaktere ziehen die Blicke magisch an und bewegen sich gekonnt zwischen Humor und Tragik. Diese Gegensätze bilden das Herzstück seiner Arbeiten und offenbaren sowohl alltägliche Szenen als auch die tiefere Tragik der Gegenwart. Seine Werke gleichen einer Zeitreise, bei der die Naivität der Vergangenheit auf die Ernsthaftigkeit der Gegenwart trifft.

Andreas Maurer

Der niederösterreichische Künstler Andreas Maurer arbeitet mit langlebigen Materialien wie Ölpastellen und Farbstiften, die er über Jahre hinweg bearbeitet, erneuert und verdichtet, um sein Bildvokabular und seine eigene Erzählung zu formen. Sein Arbeitsprozess ist geprägt von Intensität und Rhythmus; das Material wird gedrückt, geknetet und flutet die Blätter. Aus einer reduzierte Farbpalette entstehen hybride Wesen, eingebettet in ein dynamisches Gefüge grafischer Strukturen.

Derek Roberts

Derek Roberts ist ein afroamerikanischer Multimedia-Künstler mit Sitz in Wien, dessen künstlerische Praxis sich über zwei Jahrzehnte in den Bereichen Poesie, Musik und bildende Kunst erstreckt. Seine Studien in Geschichte, Politik, Wirtschaft und den schönen Künsten haben seinen verschlungenen Weg über Kontinente, Arbeitsfelder und Lebensweisen geprägt. In letzter Zeit hat Roberts lebendige, kunstvoll gewebte und vielschichtige Werke geschaffen, in denen sich Formen auf unterschiedlichen Ebenen übereinanderschichten und durchdringen. Im Kern seiner Arbeit steht die Untersuchung der afrikanischen Diaspora, Sprache, der natürlichen Welt und der Kraft der Farben. Letztendlich strebt er durch ständige Improvisation und Experimentation danach, sich selbst wieder zum Leben zu erwecken.

Peter Kogler

Mit Linien, die sich wellenartig über Flächen winden, und organischen Motiven wie Ameisen oder neuronalen Strukturen bringt Peter Kogler das individuelle Denken und kollektive Zusammenwirken in einen Dialog. Kogler formt Räume und Wahrnehmungen durch digitale Medien und installative Skulpturen, wie ein hypnotisches Netz von Mustern. Seine Werke offenbaren uns ein vielschichtiges Bild einer vielschichtigen Gesellschaft, das uns sowohl das vernetzte Miteinander als auch die Isolation des Einzelnen spürbar macht – ein stetiger Rhythmus des Verwebens und Trennens.

office@artcare.at

Rechte Bahngasse 30-32

1030 Vienna

Austria

Terms of Use

Privacy Policy

GTC

  • Facebook
  • Instagram
  • LinkedIn
  • Youtube

Auction Terms and Conditions

​​​​

GLN

All rights reserved. Downloading, printing, and saving files from this website is permitted solely for private use. Any use beyond this—particularly the creation of hyperlinks or framing of this website or any part thereof—requires our prior written consent. The content of this website and its components has been created and monitored with the greatest possible care. Any liability regarding links to external websites, as well as the accuracy and timeliness of the information provided, and for data loss or other technical impairments that may occur when viewing or downloading data from this website, is excluded. Austrian law shall apply, to the exclusion of its conflict-of-law provisions.

Newsletter:

Thank you!

bottom of page