
Danielle's World
DANIELLE PAMP
14. Mai - 28. Mai 2024 - FLOMYCA
Nach Danielle Pamps Beitrag zur Gruppenausstellung Systemrelevant im Künstlerhaus Wien im vergangenen Jahr, wird nun die off-space-Halle des FLOMYCA mit einer breiten Auswahl von Danielles Ölgemälden aus den Jahren 2018 bis heute bespielt.
Die Ausstellung Danielle's World widmet sich persönlichen Erinnerungen und Vorstellungen der Künstlerin, von Kindheitserinnerungen am Strand bis hin zu Selbstinszenierungen mit queeren Ikonen im Sinne einer Erweiterung des traditionellen Familienkonzepts.
Die queere Identitätsbewegung stellt aktuell traditionelle Grenzen von Geschlecht, Sexualität und Identität in Frage. Künstler:innen und wie Frida Kahlo, Keith Haring und David Hockney haben in der Vergangenheit durch ihre Werke queere Erfahrungen und Perspektiven veranschaulicht und damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Akzeptanz und Vielfalt in der Kunst geleistet. Die Factory, gegründet von Andy Warhol in New York, war bekannt für ihre experimentelle Atmosphäre und ihre Offenheit gegenüber verschiedenen Formen von Kunst und Kultur. In diesem Umfeld wurden auch viele queere Künstler:innen und ihre Werke gefördert und präsentiert.
Danielle Pamps Arbeiten leisten einen bedeutenden Beitrag zur Aktualisierung der Kunstgeschichte, indem sie traditionelle Familienerinnerungen mit Darstellungen von Persönlichkeiten aus der LGBTQ-Community verbindet. Durch diese Verknüpfung von persönlichen Erfahrungen und queeren Identitäten trägt sie dazu bei, die Geschichte und Vielfalt menschlicher Erfahrungen in der Kunst neu zu interpretieren und zu aktualisieren.


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Danielle Pamp
Danielle Pamp (*1991 in Stockholm, Schweden) ist eine zeitgenössische Künstlerin, die derzeit in Wien lebt und arbeitet. Ihre Ausbildung absolvierte sie von 2015 bis 2020 an der Akademie der bildenden Künste Wien unter der Leitung von Professor Ashley Hans Scheirl und Christian Schwarzwald.
Danielles Arbeiten widmen sich allgemein kunsthistorischen Bezügen und Zusammenhängen. Dies manifestiert sich entweder durch die ausgewählte Komposition oder durch ein Spiel mit verschiedenen Charakteren, wobei das Verzerren der Zeit, das sogenannte Aus-Dem-Lot-Bringen, eine logische Funktion für ihr Projekt und ihre Agenda erfüllt. Danielles Ziel ist es, alternative Formen des geschichtlichen Narrativs zu erzeugen und damit eine Re-Historisierung anzustreben.
Sie vertritt die Identitäten wie queer, schwul, transgender sowie alternative Formen der männlichen und weiblichen Selbstdarstellung, die in der Kunstgeschichte oft ausgeschlossen waren. Eine wiederkehrende Serie in ihrer Arbeit ist stark autobiografisch geprägt und befasst sich mit Themen wie Kindheit, Erziehung, religiösen Strukturen, Verwandtschaft, psychischen Problemen und Traumata, die sie als Erinnerungsfragmente oder Familiengeheimnisse bezeichnet. Hierbei verwendet sie alte Familienalben und andere Gegenstände aus ihrem persönlichen Familienarchiv.
Jene Darstellungen, die sich um queere Archive entwickelt haben, betrachtet die Künstlerin als Erweiterung des Familiennarrativs hin zu einer selbstgewählten Familie und queeren Ahnen.